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Gesunde Knochen - damit ist es möglich

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 20. Juli 2020

Ein gesunder Lebensstil kann auf viele Arten ermöglicht werden. Anstelle sich jedoch nur auf das hier und jetzt zu konzentrieren, ist auch eine Vorsorge für spätere Zeiten ein sinnvoller Ansatz. Da insbesondere der Bewegungsapparat im fortgeschrittenen Alter auf natürliche Weise Probleme machen kann, muss darauf geachtet werden.

Ein möglicher Knochenschwund ist grundsätzlich keine vorübergehende Begleiterscheinung. In den meisten Fällen handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die insbesondere ab dem 50. Lebensjahr bei Frauen häufig auftritt. Die Vorbeugung ist allerdings relativ unkompliziert - und kann bereits im Kindesalter eingeleitet werden.

Kalzium ist der Grundbestandteil

Eine ausreichende Knochengesundheit funktioniert nicht ohne genügend Kalzium. Etwa 1.000 bis 2.000 Milligramm sollte der Körper pro Tag in jedem Fall erhalten. Die Aufnahme erfolgt dabei über den Darm. Dadurch wird ein direkter Einbau in die Knochensubstanz ermöglicht - das eigene Skelett ist somit deutlich belastungsfähiger.

Kalzium findet sich vor allem in den verschiedenen Milchprodukten. Damit auch Veganer versorgt sind, können auch Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte zu diesem Zweck genossen werden. In Sachen Flüssigkeiten ist vor allem Mineralwasser zu empfehlen.

Die Aufnahme von Kalzium kann im Falle einer unzureichenden Ernährung auch über passende Ergänzungsmittel aufgenommen werden. Hier muss allerdings speziell auf die Dosierung geachtet werden. Im Gegensatz zu natürlichen Lebensmitteln kann eine Überdosierung vorkommen und das Risiko eines Herzinfarkts steigt deutlich an.

Die Versorgung von Vitamin D dient der Förderung der Aufnahme

Ein Aufenthalt im Freien ist in gegenwärtigen Zeiten sicherlich schwieriger als zuvor. Um die eigenen Knochen jedoch zu schützen, sollte möglichst viel Sonne getankt werden. Dadurch nimmt der Körper Vitamin D3 bzw. Cholecalciferol auf, welches für die Mineralisierung des Skeletts hauptverantwortlich ist. Außerdem ist die Aufnahme von Calcium auf eine ausreichende Versorgung angewiesen. “Vitamin D3 hilft dem Körper nicht nur, das Immunsystem zu stärken, sondern ist auch verantwortlich für den Erhalt eines geregelten Calciumspiegels. Sollter ein Vitamin D3 Mangel (oder generell ein Vitamin D Mangel) vorhanden sein, so kann das Calcium nicht verarbeitet werden und wird somit vom Körper direkt wieder ausgeschieden”, ist der Website Sundtnutrition zu entnehmen, dessen Expertise vor allem Vitamine umfasst.

Damit dieser Fall jedoch nicht eintritt, sollte gutes Wetter täglich mindestens 15 Minuten ausgenutzt werden. Eine Bestrahlung von Gesicht, Armen und Beinen wirkt dabei Wunder. Ergänzend kann der Haushalt auch mit Nahrungsmitteln aufgestockt werden. Pilze, Eier und Fische können so ca. 10 bis 20 Prozent des Bedarfs abdecken.

Die Anpassung des Lebensstils kann Wunder bewirken

Abgesehen von aufgenommenen Wirkstoffen empfiehlt es sich zusätzlich, eigene Gewohnheiten gründlichst zu analysieren. Um Knochenbeschwerden in Zukunft zu vermeiden, sollte möglichst wenig Alkohol und Nikotin konsumiert werden. Auch eine überdurchschnittliche Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva oder zur Behandlung von Epilepsie kann sich diesbezüglich schädlich auswirken. Bestehen hier Zweifel, sollte eine Absprache mit dem Hausarzt wegen der Dosierung getroffen werden.

Auch regelmäßige Bewegung kann die Knochengesundheit fördern und Beschwerden auf lange Sicht abwenden. Zu lange Inaktivität kann den Knochenabbau nicht nur herbeiführen sondern in Zukunft zusätzlich begünstigen. Regelmäßig fördernde Sporteinheiten sind dafür ein ideales Rezept. Es sollte allerdings nicht übertrieben werden. Erreicht der Körper dadurch Untergewicht, leidet die Knochendichte auch darunter.