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Einblicke in die Küche Irlands

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 29. April 2020

Es gibt sie, die Länder in denen man sich gerne aufhält, weil es die kulinarische Vielfalt verlangt. Man denkt an Italien, Frankreich, mittlerweile auch in Japan. Man denkt aber nicht unbedingt an Großbritannien oder Irland. Denn hier ist die Küche noch eine andere. Vielleicht ist dies aber auch nur ein Klischee. Was sind also Highlights der irischen Küche, beispielsweise? Was sollte man essen, wenn man sich auf der grünen Insel befindet? Und was hat es eigentlich in diesem Black Pudding auf sich? Eine kulinarische Reise durch eines der schönsten Länder Europas.

Man nimmt was man kriegt

Jede Familie in Irland hat ihr eigenes Rezept für Sodabrot, oft noch von den Vorfahren von Hand auf mehlverkrustetem Briefpapier geschrieben und in die Kochbücher eingeklemmt ist. Viele lieben es süß, mit einem Löffel Honig, Zucker oder getrockneten Früchten. Andere bevorzugen eingestreute Samen, Hafer für einen Gesundheitsschub oder einen ordentlichen Schuss Guinness für die alternative Heilung. Die Grundzutaten ändern sich jedoch nicht (Soda und Buttermilch bilden das mit Mehl vermischte Triebmittel) und auch nicht die Art wie es gegessen wird: in dicke Scheiben geschnitten und großzügig mit Butter bestrichen. Butter in Irland, wer kennt nicht die Werbung mit den Kühen auf saftigen Wiesen, ist auch ein kulinarisches Highlight. Hier zeigt sich schon, dass es mit der hochwertigen Küche allerdings nicht weit her ist.

Blutwurst – mit allem was man findet

Es waren zwar nicht unbedingt die Iren, die erstmals den intensiven Geschmack von Blutwurst – den so lokal als „Black Pudding bezeichnen –  entdeckt haben (hier mischt man Schweinefleisch, Blut, jede Menge tierischer Fette, zusammen mit Gerste und Haferflocken im eigenen Tierdarm), aber sie haben es sicherlich perfektioniert. Auch Weißer Pudding (ähnlich, nur ohne Blut) ist weltweit weniger verbreitet, gehört aber fraglos auf den Teller eines jeden Irischen Frühstücks. Wer hier gut essen will, sollte sich so oder so am ehesten an das Frühstück halten. Denn hier gibt es die besten Blutwürste zusammen mit sautierten Jakobsmuscheln, nebst Kroketten, unter pochierten Eiern, in Salaten und Risottos und als Beilage von Suppen.

Inselnation – da fehlt der Fisch nicht

Irland als Insel mit dem offenen Atlantik an der steilen Westküste ist aber auch ein Paradies für Fischfans. Geräucherter Lachs ist ein weiteres Muss – der mit Eichenholz geräucherte Lachs aus dem bekannten Burren Smokehouse, der mit Buchenholz geräucherte Lachs und der ungewöhnliche mit Rasen geräucherte Lachs aus den vielen Lokalen entlang den Cliffs of Moher sind alle einen Besuch wert. Kartoffeln werden hier natürlich auch alle naselang zu allem serviert, in jeglicher Form. Aber Kartoffeln gehören in die irische Küche wie sonst nur ein Stout...

Die Wahrheit befindet sich im Glas

Gut essen in Irland ist nicht immer einfach, gut trinken hingegen schon. Es wundert nicht, dass die Iren mit zu den trinkfestesten Menschen Europas gehören. Ein Land, welches neben Guinness und Beamish auch viele Cider und Spiele wie Deutschland Slots sein Eigen nennen kann, das ist mit allen Wassern gewaschen. Und da wären dann noch die vielen Whiskeys – mit „e“, denn sonst wäre man in Schottland – was bekanntermaßen als „Wasser der Wahrheit“ bekannt ist.

Irland ist kulinarisch. Jedoch auf seine eigene Art und Weise. Wer irgendwann mal zu Gast in diesem herrlichen Land ist, der sollte sich dennoch die Zeit nehmen, besonders an der Westküste all die frischen Zutaten zu verköstigen, die das Land und das Wasser bieten. Zumal die Natur und die Aussichten für etwaige Enttäuschungen eine Antwort parat haben.