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Bayern München gelingt Teil Eins der Revanche für die Champions League Finalniederlage 2012

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 5. März 2020

Als im Winter die K.O.-Phase der Champions League ausgelost wurde, konnten die deutschen Vereine aufatmen. Zwar erwischten alle drei Teams große Namen als Gegner, doch war den Experten schnell klar, dass es sich um machbare Aufgaben für die Bundesligavereine handelt. Die Geschichte des Achtelfinales sind neben dem ersten K.O.-Spiel in der Leipziger Champions League Historie und der Rückkehr von PSG Trainer Thomas Tuchel an die alte Wirkungsstätte in Dortmund, die späte Chance des FC Bayern, für die Champions League Finalniederlage gegen Chelsea 2012 Revanche zu üben.

Zwar sind die Mannschaften heute deutlich andere und die Kräfteverhältnisse haben sich deutlich zugunsten der Bayern verschoben, dennoch stand das Achtelfinalhinspiel zwischen Chelsea und Bayern unter dem Zeichen Revanche. Zudem musste der deutsche Rekordmeister beweisen, dass sie unter dem auf Vereinsebene international unerfahrenen Trainer Hansi Flick europäischen Spitzenfußball coachen kann.

Wer vor dem Achtelfinalhinspiel noch Zweifel hatte, dass die Bayern unter Flick in der Champions League schwächeln könnten, wurde am 25. Februar an der Stamford Bridge vom Gegenteil überzeugt. Der deutsche Ligaprimus zeigte eine souveräne Vorstellung und konnte Blues mit 3:0 schlagen. Besonders Serge Gnabry, der einst in London verschmäht wurde und zurück in die Bundesliga wechselte, wusste zu überzeugen. Er schoss zwei Tore und war überragender Akteur auf dem Platz.

Nach dem 3:0 Auswärtssieg können die Bayern nun beruhigt ins Rückspiel am 18. März in der heimischen Allianz Arena gehen. Aufgrund der Auswärtstorregel haben sie eine sehr gute Ausgangsposition. Chelsea steht vor einer sehr schweren Aufgabe. Die meist sehr souverän auftretenden Münchner stehen nach der Partie in London schon mit einem Bein im Viertelfinale und werden sich aller Voraussicht nach für die nächste Runde in der höchsten europäischen Spielklasse qualifizieren.

So kann man schon jetzt von einer Revanche reden. Die Spieler des deutsche Rekordmeisters haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie aktuell das deutlich bessere Team sind, und schauen fast 8 Jahre nach der schmerzlichen Finalniederlage gegen den englischen Traditionsverein mit Genugtuung auf ihre starke Leistung. Zwar sind mit Manuel Neuer, Davide Alaba, Jérôme Boateng und Thomas Müller nur noch viel Spieler im Kader des FCB, die schon 2012 Teil der Mannschaft waren, doch haben diese sicher ihre Teamkollegen auf die offene Rechnung mit den Londonern hingewiesen. Diese können nach der Heimpleite nur ihre Wunden lecken und neidlos anerkennen, dass die Münchener an diesem Abend um Klassen besser waren. Dies gestand sich auch Chelsea-Trainer Frank Lampard ein. Er verneigte sich und sprach von einer „Lehrstunde“.