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E-Scooter als praktisches Fortbewegungsmittel für Großstädte

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 24. August 2020

In vielen Städten prägen E-Scooter bzw. Elektroroller bereits erheblich das Stadtbild. Sie gelten als umweltfreundliches und kompaktes Transportmittel und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch unter den zur Verfügung stehenden Varianten und Modellen gibt es teilweise große Unterschiede, auch müssen einige Aspekte beachtet werden, wenn der Roller auch in der Öffentlichkeit genutzt werden soll.

Was genau ist eigentlich ein E-Scooter?

Bei E-Scootern handelt es sich prinzipiell um Tretroller, die mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind. Sie werden allerdings in der Regel ausschließlich per Motor und nicht per eigener Muskelkraft angetrieben. Weitere Bezeichnungen für E-Scooter sind:

Elektroscooter

Elektroroller

E-Roller

Elektro-Tretroller

In den meisten Fällen spricht man hier von E-Scootern oder Elektrorollern. Sie besitzen ausschließlich eine Standfläche und eine Lenkstange, einen Sitz sucht man hier vergebens. Aufgrund der kompakten Abmessungen lässt sich ein solcher E-Scooter leicht transportieren. Aufladen lässt sich der Akku meist mittels einer herkömmlichen Steckdose.

Für einen E-Scooter benötigt man keinen Führerschein, Personen ab 14 Jahren sind berechtigt mit einem solchen zu fahren. Eine Helmpflicht besteht ebenfalls nicht. Was sollte man beachten, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich einen E-Scooter anzuschaffen?

Straßenzulassung, ja oder nein?

Lange Zeit hatte E-Scooter keine Straßenzulassung. Seit Juni 2019 sind E-Scooter auch für die Straße zugelassen, sofern es sich aus der Betriebserlaubnis des Rollers ergibt. Für E-Scooter gelten aufgrund des elektrischen Motors ähnliche Rahmenbedingungen, wie bei anderen Kraftfahrzeugen. Die Versicherungspflicht ist in der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung festgehalten. Der Versicherungsschutz muss mittels einer entsprechenden Plakette, die am Fahrzeug angebracht wird, nachgewiesen werden. Alles was man über E-Scooter mit Straßenzulassung wissen muss, findet man unter dem vorstehenden Link.

Gehweg ist tabu

Auf der Straße kann man also mit einem E-Scooter und entsprechendem Versicherungsschutz fahren, sofern kein Radweg vorhanden ist. Auf dem Gehweg hingegen ist es nicht erlaubt mit einem E-Scooter zu fahren, diese Maßnahme dient dazu, Unfälle von E-Scootern und Fußgängern zu verhindern.

Welches Modell soll es sein?

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle an Elektrorollern, die sich je nach Anspruch und vorhaben mehr oder weniger gut für den jeweiligen Einsatzzweck eignen. Die größten Unterschiede liegen bei den Reichweiten, welche im Schnitt zwischen 10 und 50 Kilometern liegen. Der Reichweitenunterschied kann durchaus ein entscheidendes Kaufargument sein.

Bei der Auswahl des passenden E-Scooters sollte man verschiedene Dinge berücksichtigen. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, auf welchen Strecken der E-Scooter eingesetzt werden soll. Wenn er täglich auf dem Weg zur Arbeit genutzt werden soll, benötigt man unter Umständen eine andere Reichweite, als wenn er nur mal zum um den Block fahren genutzt werden soll. Auch ein Aspekt, auf den es zu achten gilt ist, ob sich der Akku abnehmen lässt oder ob er fest am Roller montiert ist. Das kann einen großen Unterschied machen, gerade wenn der Scooter in den eigenen vier Wänden aufgeladen werden soll. Ein Ersatzakku ist zudem auch eine Überlegung wert, um die Reichweite zu erhöhen oder um im Zweifel zusätzliche Reserven dabei zu haben. Zudem sind E-Scooter ein Gefährt, bei dem auch immer wieder große Innovationen eine Rolle spielen, die sich jedoch nicht immer durchsetzen, wie der Fall des Startups Scoo.me zeigte, welches inzwischen vom Markt verschwunden ist.

Fazit des Ganzen: E-Scooter sind praktische flinke Fahrzeuge, deren Popularität in den kommenden Jahren sicherlich weiter zunehmen wird.