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Trott-art: Die soziale Kunst-Galerie des Stuttgarter Straßenmagazins

von Portrait von Alexander Kappen Alexander Kappen
Veröffentlicht am 23. Januar 2020

Im Stuttgarter Westen in der Falkertstraße im Erdgeschoß von Trott-war befindet sich die hauseigene Kunstsammlung. Die Öffentlichkeit hat hier jederzeit kostenlos Zutritt.

Stuttgart. Ein Meter auf ein Meter große Bilder mit bunten Kreisen in allen möglichen Farben, und ein stolzer Preis von 500 Euro - die Bilder von Sven Diedrichsen sind ein Hingucker. "Ich male um Dinge zu verarbeiten", sagt der Trott-war Künstler. Er wird von der Straßenzeitung bei seinem künstlerischen Wirken unterstützt.

Riesige Steinmetz-Skulpturen mit Dinosaurier ähnlichen Formen – die Trott-art Galerie in der Falkertstraße nahe der russischen Kirche bietet tolle Kunst. Das Stuttgarter Straßenmagazin Trott-war hat die Kunstsammlung in seinen eigenen Räumen ins Leben gerufen. Die Künstler gehören alle zur Trott-war, sind Magazin-Verkäufer oder von Trott-war geförderte Künstler.

2016 liefen die ersten Vorbereitungen an, Künstler die Werke mit sozialen Inhalten exklusiv für eine Galerie zur Verfügung stellen waren schnell gefunden. Mittlerweile schulen zwei Steinmetze ein Kirchenmaler und ein Kunstlehrer Menschen vom Rande der Gesellschaft in der Gestaltung von Skulpturen in Stein und Holz Malerei in Aquarell, Acryl, Öl sowie Graphik in verschiedenen Techniken.
Auch Workshops gehören zum Konzept wie etwa 2018 im Steinbruch auf der Schwäbischen Alb.

Zur zeit verkaufen rund 130 Obdachlose das Stuttgarter Straßenmagazin Trott-war (Auflage 30 000). Mehr Infos wie immer im Netz.