Miley Cyrus macht was sie will: "Bangerz" CD Kritik

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 4. Oktober 2013

Auf „Bangerz“ feiert Miley Ray Cyrus - ehemals 'Destiny Hope Cyrus' - sich selbst und erklärt uns zum gefühlten millionsten Male, dass sie jetzt nur noch macht was sie will und es ihr egal ist, was andere darüber denken. Ihre ersten Singles „We Can't Stop“ und „Wrecking Ball“ kursieren schon einige Zeit erfolgreich durchs Netz. Jetzt noch mehr davon, „Bangerz“ hat insgesamt dreizehn Tracks, die einerseits von Party und Happiness andererseits von Liebes-Aus und Wut handeln.

Miley Cyrus ist jetzt fast 21 Jahre alt. In letzter Zeit arbeitet sie hart daran allen Leuten klarzumachen, dass sie alt genug ist um zu machen was sie will. Das beweist sie mit anrüchigen Auftritten, wilden Posen, provokanten Statements und Videos:

„It's my mouth I can say what I want to!“

singt sie in „We Can't Stop“. Sie können nicht aufhören mit Miley - oder vielleicht doch eher "Mali" (Amerikanisches Codewort für das als pur geltende Ecstacy MDMA) zu tanzen und stehen am Badezimmer Schlange "trying to get a line in the bathroom". Das Album möchte gern ein Party Album sein, wird aber ab und zu durch ruhigere Elemente durchzogen. Der erste Song „Adore You“ ist langsam und wirkt noch kindisch naiv im Sinne von heiler Welt, alles ist gut und ich liebe dich mehr als du mich:

„When you say you love me more – No I love you more“.

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Danach legt die ehemalige Purity-Ring Trägerin auf „Bangerz“ richtig los. Cyrus behandelt die reale Welt so wie andere Menschen Facebook verwenden, hauptsache die Selbstdarstellung stimmt. Sie denkt sich „FU (feat. French Montana)“ und „only God can judge ya“. Der Song, der dem Album seinen Namen gibt, „Bangerz“ ist in Kooperation mit Britney Spears entstanden, die schenkt Miley eine kurze Computer-stilisierte Gesangseinlage. Mit Nelly hat Miley den Song „4x4“ aufgenommen. Der durchmixt mit spanischer Gitarre und Country Elementen verschiedene Genres und stellt nochmal klar, dass Miley „a female rebel“ ist „can't you tell?“ Der Song "FU feat. French Montana" lässt anklingen, dass Miley als Sängerin noch mehr Potenzial hat, als gewöhnliche Disco-Platten zu machen. Und "Do My Thang" stellt erneut klar, dass sie ihr Ding macht. Außerdem imitiert sie den berühmten "Breaking Bad" Charakter Jesse Pinkman, in dem sie 'Bitch' in einem Vers gleich vier mal sagt. Der letzte Song bestätigt, sie ist jetzt "Someone Else".

Insgesamt wirkt das Album nicht so überraschend wie Mileys Auftritte. Musikalisch schockiert es nicht, begeistert aber auch nicht. Der bereits veröffentlichte Song „Wrecking Ball“ hat am meisten Hit Potenzial.

Wir hoffen, dass Miley auch bald damit klar kommt, dass sie tatsächlich machen kann was sie will, und es dann nicht mehr dauernd zeigen muss. Oder macht sie doch nur das was ihr die PR Menschen von ihr wollen? Teenies werden sich mit dem Album identifizieren können und sich ihre Sorgen (Love, Money, Party) gemeinsam mit Miley aus der Seele kreischen.

Miley Cyrus macht was sie will: "Bangerz" CD Kritik