Statt Helge Schneider: "Anke hat Zeit" mit Frau Engelke im WDR

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 26. Juli 2013

Morgen Abend läuft im WDR das erste Mal „Anke hat Zeit“. Helge Schneider hat keine Zeit, bzw. keine Lust mehr, es war nicht „sein Ding“. Darum übernimmt Comedian-Kollegin Anke Engelke die Kulturshow und empfängt im Kölner Stadtgarten Künstler, Querdenker, Freunde und Talente. Es soll gemütlich werden, wie in dem Wohnzimmer deiner besten Freunde, gute Musik und Wein sollen dabei die Zungen der Gäste lockern.

Der Titel „Anke hat Zeit“ erinnert an Kinderfreundschaften. “Hast du heute Nachmittag Zeit?“ Ohne weiter zu definieren wofür, ohne einen konkreten Plan zu schaffen, konnte man sich treffen und dann sehen was man macht. Manchmal hat man auch gar nichts gemacht und nur gemeinsam auf dem Boden gesessen. Ein bisschen spannender wird es bei Anke morgen bestimmt. Immerhin verspricht sie interessante Gäste, Musik und gute Gespräche.

Obwohl das Konzept der Show sich sehr locker und frei anhört war es Helge scheinbar nicht improvisiert genug. Dem WDR sagte er:

„Ich hab's versucht. Es hat mir Spaß gemacht. Aber es ist nicht mein Ding. Ich gehöre auf die Bühne.“

Helge braucht kompromisslose Spontanität und möchte wahrscheinlich am liebsten im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Er ist ein Entertainer und kein Talkmaster. Anke Engelke hat da etwas mehr Erfahrung. Morgen Abend begrüßt sie Schauspielerin Caroline Peters, Singer/Songwriterin Sophie Hunger, Bratschist Nils Mönkemeyer, Autorin Katja Brunner, Sängerin Lianne La Havas, Jazzmusiker Michael Schiefel und den Philosophen Markus Gabriel. Ganz wegbleiben kann Helge dann doch nicht und wird an der Orgel performen.

Wie Anke die Show regelt werden wir morgen Abend ab 22:45 Uhr im WDR sehen.