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Handel mit Kryptowährung lohnt sich auch zu Corona-Zeiten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 20. April 2020

Sowohl in den Nachrichten als auch in privaten Gesprächen herrscht derzeit nur ein einziges Thema vor: die Corona-Krise und ihre möglichen Folgen. Viele Unternehmen schicken ihre Angestellten in Kurzarbeit, um nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Die Arbeitnehmer müssen ihrerseits mit dem geringeren Lohn zurechtkommen, und die meisten können ihren gewohnten Lebensstil nicht weiter verfolgen. Im schlimmsten Fall sind sie auf Hilfe angewiesen – zumal längst nicht klar ist, wann wieder Normalität in den Alltag einkehrt. Wer vorhat, sich in der entbehrungsreichen Zeit mit Aktienhandel ein wenig Geld zu beschaffen, der wird schnell davon Abstand nehmen. Denn derzeit zeigen die meisten Kurse nur in eine Richtung: nach unten. Ganz anders sieht es mit Kryptowährungen aus. Ihnen scheint die Pandemie nichts auszumachen, weshalb sie weiterhin ein hohes Potential für ordentliche Gewinne bieten.

Die meisten Menschen denken beim Wort Kryptowährung als erstes an den Bitcoin. Das ist auch kein Wunder, schließlich ist er das älteste unter den digitalen Zahlungsmitteln. Allerdings ist er auch gerade einmal elf Jahre alt. 2009 war es erstmals möglich, Bitcoin im Internet zu kaufen. Jahrelang war die Währung fast ausschließlich Menschen bekannt, die sich bestens mit dem Internet auskennen. Dann kam das Jahr 2017, und der Bitcoin erlangte auch in der breiten Öffentlichkeit Berühmtheit. Denn innerhalb kurzer Zeit stieg der Bitcoin Kurs in ungeahnte Höhen. Zu seiner besten Zeit lag der Stückpreis bei mehr als 14.300 Euro.

Zwar hat sich die Aufregung um den Bitcoin mittlerweile gelegt. Doch noch immer ist er die wertvollste Kryptowährung – und von denen gibt es immerhin mehr als 4.500. Die meisten von ihnen sind mit einem großen Ideal an den Start gegangen. Sie wollten ein dezentrales Zahlungsmittel darstellen, dessen Wohl und Wehe nicht von einzelnen Menschen beeinflusst wird. Deshalb setzen Währungen wie der Bitcoin auf maximale Transparenz – und auf die so genannte Blockchain. Das ist eine Datenbank, in die jede Transaktion eingetragen wird, die mit Bitcoins getätigt wird. Wenn also jemand etwas mit Bitcoins kauft oder mit der Währung selbst handelt, dann wird in der Blockchain vermerkt, wer wem wie viele Einheiten übergeben hat. Einzelne Datensätze werden regelmäßig versiegelt, und weil die Blockchain auf vielen Computern gespeichert wird, kann sie nicht manipuliert werden.

Während bei einer staatlichen Währung die Zentralbank dafür zuständig ist, neue Einheiten in Umlauf zu bringen, gibt es beim Bitcoin eine andere Methode: das Mining. Dabei löst ein Computer eine schwierige Rechenaufgabe. Der Besitzer des PCs erhält als Belohnung für seine Mühen die Anzahl an Bitcoins, die dabei geschaffen wird. In der Anfangszeit der Währung war es problemlos möglich, mit einem normalen Computer viele Bitcoins zu minen. Das hat sich inzwischen geändert. Denn für das Mining sind nun sehr leistungsstarke Rechner nötig, die verhältnismäßig teuer sind und zudem einen hohen Stromverbrauch haben. Aus diesem Grund ist es mittlerweile viel lohnenswerter, Bitcoins günstig zu kaufen und bei einem höheren Kursstand wieder zu veräußern. Dabei sind Gewinne im zweistelligen Prozentbereich möglich – und das nicht selten innerhalb von wenigen Tagen. Wer also die Kursentwicklung vom Bitcoin genau beobachtet, der erkennt sofort, wenn er sich nach unten bewegt. Diese Gelegenheit gilt es dann zu ergreifen, die Währung zu kaufen und nach einem Anstieg einen satten Gewinn einzustecken.