J.J. Cale ist tot: Einfluss auf Eric Clapton, Neil Young, Johnny Cash und mehr

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 29. Juli 2013

Der legendäre J.J. Cale ist nun tatsächlich eine Legende. Er starb am Freitag Abend in La Jolla, San Diego im Alter von 74 Jahren an einem Herzinfarkt. Er war ein herausragender Musiker, der Jahrzehnte lang Rock und Blues Größen durch seine Songs zu Weltruhm verhalf. Eric Clapton, Neil Young und Johnny Cash spielten seine Lieder mit und auch ohne ihn.

Sein berühmtester Song „Cocaine“ wurde von Eric Clapton und anderen Künstlern interpretiert und gelangte nicht nur wegen seiner kontroversen Lyrics an die Spitze der Charts. J.J. Cale beeinflusst bis heute Musiker auf der ganzen Welt mit dem durch ihn geprägten „Laid-back“-Stil. Seine Musik gilt als minimalistisch, die Betonung liegt auf den Details, den Feinheiten. Sein Gesangstil enthält keine großen Höhen und Tiefen, ist im Prinzip eintönig, aber nicht im negativen Sinne. Gerade diese Art ein Lied und damit eine Geschichte ruhig und in der selben Tonlage zu erzählen, macht es möglich den Melodien der Instrumente besser lauschen zu können und kreiert eine entspannte, freundschaftliche Ebene zwischen Musiker und Hörer.

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J.J. Cale war von Natur aus cool und gleichzeitig einer der besten Gitarristen der Welt. Wie auf der Webseite von the rosebud agency zu lesen ist, sagte Neil Young einmal über J.J. Cale:

„Of all the players I ever heard, it's gotta be Hendrix and JJ Cale who are the best electric guitar players.“

Sein erstes Album nahm er mit Anfang 30 auf, was ihm damals als schon als 'alt' erschien. Auf seiner  Webseite zitiert, wunderte er sich, wieso er mit 70 Jahren immer noch das gleiche mache, anstatt in einer Hängematte zu entspannen:

"I remember when I made my first album [1972's Naturally], I was 32 or 33-years-old and I thought I was way too old then," lacht Cale. "When I see myself doing this at 70, I go, ‘What am I doing, I should be layin' down in a hammock.'"

Wir sind froh, dass er so lange noch Musik gemacht hat. Erst 2006 veröffentlichte er zusammen mit Eric Clapton das preisgekrönte Album „The Road to Escondido“. 2008 erhielt es einen Grammy als das beste zeitgenössische Blues Album.

Bescheiden wie seine Art, wird auf der Webseite des Tierliebhabers darauf hingewiesen, dass Spenden nicht von Nöten seien, aber dass Fans gern lokale Tierheime oder Tierrettungsstellen unterstützen können um an ihn zu denken.

Wer gern mehr über sein Leben erfahren möchte, kann sich die Dokumentation „To Tulsa and Back: On Tour with JJ Cale“ von 2005 anschauen.