Die Wulff Affäre wird verfilmt: Wer spielt den Ex-Bundespräsidenten in "Der Rücktritt" von Grimmepreisträger Schadt?

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 19. September 2013

Der skandalöse Rücktritt des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff wird von Sat 1 verfilmt. Nun sind auch die Hauptdarsteller bekannt. Nach dem Buch „Affäre Wulff“ werden, der zum Rücktritt gezwungene, Wulff von Kai Wiesinger und seine Frau Bettina Wulff von Anja Kling dargestellt. Der Produzent Nico Hofmann hat großes im Sinn, so will er sich laut Bild an Filmen wie "The Queen" mit Helen Mirren und "Die Iden des März" mit George Clooney orientieren.

Der Absturz des Präsidenten Wulff ist noch nicht allzu lange her, daher noch gut im Gedächtnis der Bürger der Bundesrepublik verankert. Wulff war damals nach dem Rücktritt des vorigen Bundespräsidenten Horst Köhlers sofort ins Amt eingestiegen. Seine Frau und er waren das jüngste Bundespräsidenten-Paar der Geschichte der BRD und galten als moderne und glamouröse Eheleute. Doch schon circa ein Jahr nach Wulffs Amtsantritt begann die Fassade zu bröckeln. Es kam zu einer Kredit- und dann auch Medienaffäre, da Wulff versuchte die Berichterstattung seiner fragwürdigen privaten Finanzierungen zu verhindern. Weiter wurde ihm Vorteilsannahme wegen eines Urlaubs auf Sylt vorgeworfen, woraufhin er schließlich zurück trat.

Der Film „Der Rücktritt“ wird sich auf die letzten 68 Tage Wulffs Amtszeit konzentrieren. Das Buch „Affäre Wulff“  der beiden Bild-Redakteure Martin Heidemann und Nikolaus Harbusch sei laut Produzent Hofmann „spannend wie ein Krimi“. Das Drehbuch zum Film wurde von Grimmepreisträger Thomas Schadt, der schon Erfahrung mit Polit-Dramen hat, verfasst. Der TV-Film soll sich an „spannenden Kinoerfolge“ anlehnen und mit hochwertiger Besetzung punkten. Hofmann ist überzeugt:

„Das wird spannendes, hoch emotionales und politisches Erzählkino fürs Fernsehen.“

Mit Kai Wiesinger und Anja Kling in den Hauptrollen, habe er die besten ihres Fachs ausgewählt. Ob der Film jedoch an Werke wie „The Queen“ herankommt, bleibt fraglich. Sind die angestrebten sechzehn Drehtage dafür ausreichend?