Peter Kurzeck ist tot. Sein Anfang? Das Stadtmagazin "Pflasterstrand"

von Portrait von Lina Wemhöner Lina Wemhöner
Veröffentlicht am 27. November 2013

Bekannt wurde der Autor mit Werken wie „Oktober und wer wir selbst sind“ oder „Mein Bahnhofsviertel“, in die er viele Erinnerungen von Personen und Orten seines eigenen Lebens einbaute. Mit 70 Jahren ist Peter Kurzeck nun an den Folgen mehrerer Schlaganfälle gestorben, wie sein Frankfurter Verleger am Dienstag mitteilte. Kritiker sahen ihn mit seinen autobiographischen Werken als großen Chronisten des 20. Jahrhunderts. Und es hätte noch mehr kommen sollen: Sein Hauptwerk, der Romanzyklus „Das alte Jahrhundert“, bleibt unvollendet.

Blickt man laut Spiegel auf die Anfänge seiner Karriere, beginnt alles mit einem kleinen Auftrag für das alternative Stadtmagazin „Pflasterstrand“. Allerdings entstand hier ein erstes Ortsporträt, eine weitaus ausgefächerte Variante des eigentlichen Berichts und eine erste Idee zu seinem späteren Romanzyklus.

Peter Kurzeck ist tot. Sein Anfang? Das Stadtmagazin "Pflasterstrand"

Der 1943 in Tachau geborene Kurzeck beschäftigte sich in seinen Werken mit dem Alltagsleben in Hessen während der Nachkriegszeit. In seinen autobiographischen Publikationen schrieb er zusätzlich über persönliche Erfahrungen wie die Trennung von seiner Familie als Flüchtlingskind und seine Probleme mit dem Alkohol. Für seine Bücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Preis (1991), dem Preis der Literaturhäuser (2004) und dem Grimmelshausen-Literaturpreis (2011).