Wer könnte von Rock am Ring enttäuscht sein?

von Portrait von Bettina Pielka Bettina Pielka
Veröffentlicht am 7. Juni 2013

Das Doppelfestival „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ steht wieder in den Startlöchern, vom 7. bis 9. Juni stehen 80 Bands auf drei Bühnen, um beste Stimmung zu verbreiten. Das Wetter spielt beim größten Festivalspektakel Deutschlands mit, doch die Besucher sind nicht wirklich überzeugt. „Rock am Ring“ ist ausverkauft, „Rock im Park“ jedoch nicht.

Am Nürburgring werden 85.000 Fans feiern, auf dem Nürnberger Zeppelinfeld werden weniger als 65.000 Menschen erwartet. Der Grund: Das Bühnenprogramm und die Line-Ups sind schwach. Die Megastars der Abende sind die Bands Green Day, 30 Seconds to Mars und The Prodigy. Als echter Headliner dürfte jedoch nur Green Day gelten, die leider parallel zu Seeed spielen (siehe Spielplan).

Andere Festivals werden durch rockige Headliner wie Rammstein oder Queens of the Stone Age bereichert. Freunde deutscher Musik werden bei Sportfreunde Stiller, Fettes Brot, Cro, Casper, Kraftclub und Selig ihren Spaß haben. Doch dieser Mix aus Pop-, HipHop- und Disco-Musik vertreibt wohl die echten Rocker.

Die späten Abendstunden sind vor allem mit Disco-Bands wie Fritz Kalkbrenner oder Selig gespickt. Auch die Bands, die es alle Jahre wieder auf die Bühnen in Nürnberg treibt, ist ziemlich hoch. Wie z.B. Korn oder Vollbeat.

Die Mischung zeigt, dass das einst reine Rockfestival mit moderner Unterhaltungsmusik aufgestockt wurde. Was vor allem die echten Rocker sehr enttäuschen könnte.

„Rock am Ring“ live im Fernsehen

EinsPlus bietet von heute bis Sonntag täglich ab 18 Uhr bis tief in die Nacht hinein Konzerte, Interviews, Backstage-Reportagen und vieles mehr vom Festival.

Vom 10. bis 14. Juni zeigt EinsPlus täglich von 17 bis 20.15 Uhr Highlights vom Festival.