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Wie Videospielen als Beruf zum großen Geschäft wird

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 18. Juni 2018

Wenn man eine Liste von ungewöhnlichen Berufen erstellen würde, dann würde der Job eines professionellen Videospielers dort bestimmt einen der obersten Plätze einnehmen. Doch auch wenn die meisten Menschen nicht mal im Traum an eine solche Karriere denken würden, ist der Bereich des eSports eine Branche mit extremen Zukunftspotential, die irgendwann den Status von traditionellen Sportarten wie Fußball oder Basketball einnehmen könnte.

Tatsächlich verdienen die besten E-Sportler schon jetzt geradezu unglaubliche Summen. Die Mitglieder des Team Newbee aus China zum Beispiel sind derzeit die am besten bezahlten professionellen Videospieler der Welt, mit einem Jahreseinkommen von über 1 Million US Dollar pro Person. Und all das für eine Beschäftigung, die die meisten Menschen als Hobby betreiben.

Möglich sind solche Summen durch verschiedene Turniere des unglaublich populären Strategiespiels DOTA 2 (Defense of the Ancients).

https://c1.staticflickr.com/7/6129/6042912794_ca29410d0e_b.jpg/Sergey Galyonkin/ Dota 2https://c1.staticflickr.com/7/6129/6042912794_ca29410d0e_b.jpg/Sergey Galyonkin/ Dota 2

 

Das größte dieser Turniere ist derzeit das sogenannte „The International“, bei dem letztes Jahr über 24 Millionen US Dollar an Preisgelder ausgeschüttet wurden. Und der Trend geht dabei sogar noch steil nach oben. Zum Vergleich: beim ersten Turnier im Jahr 2011 lag das Preisgeld noch bei vergleichsweise niedrigen 1,6 Millionen Dollar.

In Zukunft kann es sehr gut möglich sein, dass solche Turniere live im Fernsehen übertragen werden und die Teams genauso bekannt sind wie Sportler aus anderen Bereichen heutzutage. Es ist eine faszinierende Welt, die für viele Menschen eine Möglichkeit bietet, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Heute wollen wir daher einen Blick in die Branche des eSports werfen und herausfinden, wie Videospielen als Beruf zum großen Geschäft wurde.

Das Internet machts möglich

Der Ursprung von eSports liegt selbstverständlich im Internet, wo Spieler seit nun mehr als 20 Jahren die Möglichkeit haben, sich zu jeder Zeit mit Menschen aus der ganzen Welt zu messen. Dadurch haben nicht nur traditionelle Videospiele eine komplett neue Dimension bekommen, sondern auch andere Bereiche wie zum Beispiel die Casinospiele. Auf Seiten wie Casumocasino.de können Spieler heute zu jeder Zeit ihre Lieblingstitel spielen, und all das vom Komfort ihres Wohnzimmers aus.

Für die Spieler bedeutet diese Freiheit, dass sie im Prinzip rund um die Uhr spielen und dadurch innerhalb von kürzester Zeit extrem viel Erfahrung sammeln können. Und da die Spiele über das Internet jedem zugänglich sind, finden sich aus allen Ländern der Welt die talentiertesten Spieler, wodurch der Sport extrem umkämpft ist und nur die absolut besten Personen den Sprung an die Spitze schaffen.

Anfänge in Korea

Während eSports bei uns erst in den letzten Jahren immer populärer wurde, ist dies in Südkorea schon seit fast 20 Jahren der Fall. Dort gibt es bereits seit 1995 eine Kette von Internetcafés, die sogenannten PC Bangs, die sich einer unglaublichen Beliebtheit erfreuen und in denen sich jeden Tag hunderttausende von Spielern miteinander in Titeln wie DOTA 2 oder Starcraft messen.

Auch eSports hat in Korea bereits seit der Jahrtausendwende einen enorm hohen Stellenwert. Turniere werden bereits seit dieser Zeit in riesigen Stadien veranstaltet und die besten Spieler haben einen Status, der mit dem von Rockstars oder den bekanntesten Fußballspielern vergleichbar ist.

 

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Die Zukunft sieht gut aus

Dass eSport in der Zukunft ein ganz großes Geschäft wird, dürfte als sicher gelten. Schon jetzt sind mehrere große Unternehmen dabei, als Sponsoren in die Branche einzusteigen und dadurch Zugang zur riesigen Zielgruppe von eSport-Fans zu bekommen. Nach Angaben von Red Bull betrug die Zahl der Menschen, die im Jahr 2014 Turniere von Videospielen sahen, über 71 Millionen. Das ist bereits fast so viel wie die gesamte Bevölkerung von Deutschland, und die Zahl wird in Zukunft sicher noch weiter steigen.

Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es schon bald einen eigenen Fernsehsender für eSports geben wird und dass die Spieler irgendwann auf der Straße nach Autogrammen gefragt werden. Doch wer jetzt denkt, dass er eine neue Karrieremöglichkeit für sich entdeckt hat, der sei gewarnt: Der Beruf eines professionellen Videospielers ist alles andere als einfach, und der Weg an die Spitze ist genauso schwierig wie es bei anderen Sportarten der Fall ist. Die besten Spieler der Welt sind nicht nur unglaublich talentiert, sondern arbeiten auch hart daran, ihre Fertigkeiten immer weiter zu verbessern. So spielen sie in der Regel jeden Tag über 12 Stunden das Spiel ihrer Wahl, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu bleiben. Denn diese schläft natürlich nicht, und am Schluss gewinnt immer derjenige, der es am meisten will.