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Stuttgart und seine Stäffele

von Portrait von Alexander Kappen Alexander Kappen
Veröffentlicht am 4. Juni 2020

Stuttgart. „Ich vermisse die Stuttgarter Stäffele richtig seit ich in München wohne“, teilte ein Stuttgarter dem Stuttgarter Stadtmagazin Reporter mit. 600 Treppenanlagen gibt es in der Schwabenmetropole.

Seit dem 12. Jahrhundert wurde in den Steillagen der City Weinbau betrieben. Um an die Reben zu gelangen wurden die Treppenanlagen angelegt. Im 19. Jahrhundert war Wohnraum knapp, man entschied sich zur Bebauung der Steillagen. In der heutigen Zeit dienen die Stäffele deshalb dazu den Abstieg von den höheren Lagen Stuttgarts zum „Kesselboden“ zum Beispiel zur Innenstadt leichter zu bewältigen.
50 Stäffele tragen Namen wie zum Beispiel Doberstaffel oder Eugenstaffel, die zum Eugensplatz hinaufführt wo man einen der schönsten Blicke auf Stuttgart hat. In Heslach befindet sich die einzige Stäffele-Kreuzung der Stadt. An der Baum- und Rebenreute. Die namenlose Staffel führt zum Blauen Weg hinauf. Die Stuttgarter tragen auch den Namen „Stäffelesrutscher“. Warum das dürfte aufgrund der hohen Zahl von Treppen klar sein.

Hier das Video von der Eugensstäffele:
https://youtu.be/Ju5UFQY-5_Q