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Sommer, Sonne, Schweinehund - so überwinden sich Läufer und joggen durch den Sommer

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 14. Juni 2018

Die Sonne brennt, die Temperaturen schnellen in die Höhe, eigentlich ist es das perfekte Wetter für Sport an der frischen Luft. Doch zum Joggen laden brühend heiße Tage im Sommer weniger ein, das muss aber nicht sein: richtig vorbereitet und ausgestattet stellen auch heiße Tage keine Lücken im Trainingskalender mehr dar.

Der Hitze zum Trotz laufen

Bei prallem Sonnenschein sind die Bedingungen zum Laufen - kurz gefasst - nicht unbedingt ideal. Belastet werden nicht nur der Kreislauf, sondern auch die Haut und bei langen Sessions auch das Gehirn.
Schuld daran ist vor allem die direkte Sonneneinstrahlung, die auf Dauer bereits für sich schädlich ist. Kommen hinzu noch Dehydration und ein belasteter Kreislauf, verstärken die Effekte sich. Gerade eine Insolation (Sonnenstich) bemerken Läufer häufig erst dann, wenn es zu spät ist.


Grundsätzlich sollten Läufer im Sommer (auch bei kurzen Runden unter einer Stunde) Sonnenschutz tragen. Am wichtigsten sind Gesicht, Nase, Ohren, Schultern, Arme und Beine. Sonnenspray für Sportler fettet nicht so wie Sonnenmilch und zieht schneller ein, so dass der Schweiß es nicht sofort wieder von der Haut löst. Beim Eincremen etwa eine halbe Stunde vor dem ersten Schritt, ist das Spray auch schnell eingezogen. Positiv wirkt sich die Sonneneinstrahlung übrigens auf unseren Vitamin D-Haushalt aus, hier reichen aber bereits wenige Minuten.


Zum Sonnenschutz gehört an heißen Tagen auch eine Kopfbedeckung, vor allem für Läufer mit etwas schütterem Haupthaar. Aufgrund der höheren Temperaturen schwitzen Läufer außerdem im Sommer mehr. Entsprechend gilt es, mehr zu trinken. Ob Wasser, Schorlen oder Tees, der Flüssigkeitshaushalt muss ausbalanciert werden. Am besten funktioniert das über den Alltag verteilt, nicht nur nach dem Sport. So viel Wasser kann ein Mensch in kurzer Zeit ohnehin nicht aufnehmen. Neben der Flüssigkeit sind vor allem auch Mineralien und Elektrolyte in der Ernährung - die besten Quellen sind viel Obst und Gemüse, von dem im Sommer natürlich ohnehin reichlich auf dem Speiseplan stehen sollte.

 

Wasser- und Schweißtropfen auf der Haut sollten unbedingt vermieden werden, auch wenn der Rasensprenger im Park noch so verführerisch aussieht. Die Tropfen bilden bikonvexe Linsen auf der Haut und befördern den Sonnenbrand damit noch.

Natürlich ist auch die richtige Kleidung entscheidend. Im Sommer sind atmungsaktive Oberteile und Shorts besonders wichtig, denn so liegt die Kleidung auch bei anstrengenden Läufen nie lange schweißnass am Körper. Funktionsshirts aus leistungsfähiger Kunststofffaser führen den Schweiß großflächig an die Materialoberfläche ab, wo er schnell trocknen kann. Außerdem trägt sich spezielle Laufkleidung sehr leicht und scheuert nicht. Sommers wie Winters entscheidend sind natürlich die richtigen Schuhe, im Sommer besonders reizvoll ist leichtes, flexibles Schuhwerk wie etwa das der Nike New Balance Line. Leichtes Obermaterial hält die Füße angenehm klimatisiert und sorgt für mühelosere Schritte, auch an heißen Tagen.

Wer es zeitlich einrichten kann, sollte natürlich morgens oder abends trainieren. Dann sind nicht nur die Temperaturen niedriger, auch die Ozonwerte liegen tiefer. Dies vereinfacht die Atmung und ist weniger belastend für den Kreislauf. Auch Strecken im Wald oder zumindest im Schatten sollten im Sommer genutzt werden, lange Asphaltstrecken speichern die Hitze und geben so auch von unten noch mehr Temperatur ab.

Die wichtigste Regel aber ist: Läufer/innen sollten auf ihren Körper hören. Das Training sollte im Sommer besonders ruhig und schonend angegangen werden, eine kurze Atempause ist keine Katastrophe. Praller Sonnenschein ist keine Idealbedingung für Bestleistungen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Selbst an den wärmsten Sommertagen können Lauffreunde durchaus laufen gehen. Die richtige Kleidung, genügend Wasser, passende Ernährung und auch einmal eine niedrigere Gangart vorausgesetzt steht dem Joggingvergnügen auch im Schein der Sommersonne nichts mehr im Wege. Außer dem inneren Schweinehund natürlich...