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Neue Verkehrsregel in Köln: Keine LKW in der Innenstadt

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 3. September 2019

Das Sommerende brachte eine neue Verkehrsregel für LKW-Fahrer, die Köln durchqueren wollen, mit. Es geht um das Durchfahrtsverbot für Lastwagen mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen. Ab dem 22. August dürfen solche Fahrzeuge die Kölner Innenstadt nicht befahren. Es gibt aber eine Ausnahme: Der Anlieferverkehr erlebt keine Neuerungen. Die LKW, die Waren in die Verbotszone anliefern oder abholen, dürfen es weiter machen.

Was gehört zur Verbotszone?

Das Durchfahrverbot gilt für das Gebiet zwischen Innere Kanalstraße, Universitätsstraße, Weißhausstraße, Am Vorgebirgstor und Rheinufer. Die Straßen selbst stehen aber zur Verfügung den Fahrern wie bisher.

Was liegt zu Grunde des Verbots?

Nach offiziellen Angaben ist das Fahrverbot in der Kölner Innenstadt ein Teil des globalen Plans zu Luftreinigung. Seit langem leidet die Stadt unter der hohen Luftverschmutzung. Man will das Stadtherz vom  LKW-Verkehr entlasten, somit schädliche CO2-Ausstöße zu verringern und auf die Gesundheit der Einwohner positiv auszuwirken.

Kontrolle

Seit dem Donnerstagvormittag, 29.08.2019, wird das LKW-Verbot von der  Polizei kontrolliert. Illegale Laster sind sofort bemerkt und bestraft. Das Bußgeld liegt bei 75 Euro pro Verstoß. Fall die LKW-Fahrer keine Umweltplakette haben, geht es um weitere Bußgelder in der Höhe von 117,50 Euro.

Reaktion auf die neue Regel

Nicht alle sehen im Fahrverbot nur positives. Handel, Industrie und Spediteure sind gegen die Neuerung. Jetzt bedeutet es für die Fahrer zusätzliche 25 Kilometer der Strecke, was mehr Umwelt belastet, als der direkte Weg durch die Innenstadt. „Es ist sinnlos und widerspricht dem Ziel des Verbotes“, so sagt der Verband Spedition und Logistik NRW. Auf diese Weise sieht der Verband eine Not zusammen mit Behördenvertretern, Umweltverbänden und Spediteuren eine weitere optimale Lösung zu dieser Frage zu finden.