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Nach der Geburt: Was frischgebackene Eltern wissen müssen

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 26. Oktober 2018

Frischgebackene Eltern stehen vor einem riesigen Berg an Fragen: Was gibt es während des Wochenbetts zu beachten? Welche gesundheitlichen Tipps sind beachten? Was kann man tun, wenn das Baby unentwegt schreit? Unser Ratgeber liefert Antworten.

Während des Wochenbetts größere Anstrengungen vermeiden

Eine Geburt ist ein körperlich sehr anstrengendes Ereignis. Umso wichtiger ist es, in den darauffolgenden Wochen körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Mütter sollten sich schonen und die als "Wochenbett" bezeichneten sechs bis acht Wochen lieber mit dem Baby genießen und sich von den Anstrengungen erholen. Denn in dieser Zeit verändert sich der Körper stark und es kommt unter anderem zum Wochenfluss, der rund zwei bis acht Wochen dauern und durch Überanstrengung erneut ausgelöst werden kann. Auch etwaige Wunden heilen in dieser Zeit.

Was kann Papa tun?

Nach der Geburt erleben viele Mütter ein Hormonchaos. Es kann zu depressiven Phasen, dem sogenannten "Baby Blues" kommen. In dieser Phase ist also auch der Vater des Kindes besonders gefordert - er muss emotional unterstützen: "Er sollte in den ersten Wochen generell dafür sorgen, dass es der Mutter gut geht", erklärt Dr. Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik, in einem Artikel von Baby & Familie. Dauert die Depression an, sollte das Paar ärztlichen Rat hinzuziehen. Auch die Babypflege sollten sich die jungen Eltern teilen. Denn es ist wichtig, dass sich das Neugeborene auch an seinen Vater gewöhnt und dieser sich an sein Kind. Kommunikation ist auch zwischen den Eltern der Schlüssel: Aufgaben müssen stets aufgeteilt und besprochen werden. Sorgen sollten keinesfalls "unter den Teppich gekehrt", sondern aktiv angesprochen werden.

Hilfe annehmen: Schreiambulanzen, Kinderärzte und die Familie helfen gern

Sicher ist: Die ersten Monate nach der Geburt sind für Baby und Eltern gleichermaßen anstrengend. Gerade Schreibabys und deren Eltern kommen kaum zur Ruhe, sind gereizt und gestresst - mehr noch wenn einer der Elternteile bereits wieder arbeitet und doppelt gefordert ist. In dieser Phase ist es wichtig, Hilfe anzunehmen, sofern man sie benötigt.

Schreit ein Baby überdurchschnittlich viel, sind Schreiambulanzen die richtige Anlaufstelle. Auch Kinderärzte sind immer die richtigen Ansprechpartner, wenn etwas nicht stimmt. Fachkundige Ärzte klären auf, was dem Kind fehlen könnte. So erfährt man den wahren Grund für das Schreien des Babys, das oft nicht - wie meistens angenommen - auf Blähungen, sondern beispielsweise häufig auf eine Reizüberflutung oder bei Durchfall auch auf Allergien zurückzuführen ist. In jedem Fall sollte man nicht im Stillen verzweifeln, sondern lieber fachkundigen Rat einholen. Unterstützung und Halt in dieser stressigen Phase findet man oft auch im Kreis der Familie oder bei Freunden. Es ist wichtig, sich auszutauschen und Hilfe anzunehmen - und wenn es nur das Babysitting der Großeltern für ein paar Stunden Mittagsschlaf ist.

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