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Kryptowährung: Das Wichtigste auf einen Blick

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 22. August 2019

Die Antwort auf das traditionelle Bankensystem, das spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 einen extremen Vertrauensverlust erlitten hat: Kryptowährungen. Denn während das Bankensystem große Bereiche des menschlichen Lebens kontrolliert und zudem auch nicht transparent ist, sind Kryptowährungen das genaue Gegenteil.

Bevor der Bitcoin, die erste Kryptowährung überhaupt, das Licht der Welt erblickte, wurden die Zahlungsmittel immer von den zentralen Instanzen, das waren eben die Staatsbanken, in Umlauf gebracht. Zudem war es möglich, das Zahlungsmittel beliebig oft zu vervielfältigen. Satoshi Nakamoto, der Erfinder des Bitcoin, hat jedoch im Zuge der Erschaffung der Kryptowährung darauf geachtet, dass es die Nutzer sind, die diese Aufgabe übernehmen müssen.

Hinter Kryptowährungen gibt es kein zentrales Organ - der Aufbau ist dezentral. Das heißt, hier gibt es keine Bank, kein Institut oder auch keinen Staat, der sich dahinter befindet und die Fäden zieht. Die Kryptowährungen beruhen auf Netzwerken, in denen die Informationen sodann untereinander getauscht werden; jede Transaktion ist zudem öffentlich einsehbar.

Aufgrund der Tatsache, dass die Kontrolle nicht beim Finanzinstitut liegt, sondern bei der weltweiten Gemeinschaft, interessieren sich immer mehr Menschen für digitale Währungen. Denn sehr wohl werden Kryptowährungen nicht als Ergänzung zum traditionellen Bankensystem gesehen, sondern zum Teil als Alternative wahrgenommen. Aber Kryptowährungen eignen sich nicht nur für den Zahlungsverkehr - sie sind nämlich zu einem Spekulationsobjekt geworden.

Eine Achterbahnfahrt

2009 wurde mit dem Bitcoin die erste digitale Währung auf den Markt gebracht. Der Hauptgrund, warum überhaupt eine Kryptowährung geschaffen wurde? Man wollte eine Alternative zum Zentralbankgeld schaffen. Jedoch ist der Plan bis heute nicht ganz aufgegangen. Krypto-Fans sehen den Bitcoin nur zum Teil als eine Währung - vielmehr wird die Kryptowährung als Spekulationsobjekt wahrgenommen. Die letzten Jahre haben nämlich eindrucksvoll gezeigt, dass man durchaus hohe Gewinne verbuchen kann, wenn man zum richtigen Zeitpunkt in den Bitcoin investiert.

Zu Beginn des Jahres 2017 befand sich der Bitcoin im Bereich der 1.000 US Dollar. Zwölf Monate später folgte dann das Allzeithoch - die Kryptowährung kratzte an der 20.000 US Dollar-Marke. Aber nicht nur der Bitcoin erlebte einen bis dato unvergleichbaren Höhenflug - auch die anderen Kryptowährungen durften sich über neue Rekorde freuen. Der Bitcoin hat dem gesamten Markt eine unglaubliche Stärke verliehen.

Das war auch das größte Problem, als der Bitcoin wenig später abstürzte. Innerhalb weniger Tage rutschte der Bitcoin wieder unter die 10.000 US Dollar-Grenze; bis Ende 2018 verlor die Kryptowährung rund 80 Prozent ihres Werts. Aber nicht nur der Bitcoin ist abgestürzt - auch die anderen Kryptowährungen, die durch den Höhenflug des Bitcoin ebenfalls zugelegt haben, mussten gravierende Verluste einstecken.

Anfang 2019 begann ein neuerlicher Höhenflug. Lag der Bitcoin im Frühjahr noch bei 3.500 US Dollar, so kletterte er Ende Juni auf fast 14.000 US Dollar. Zudem sprechen die Prognosen eine eindeutige Sprache: Experten glauben, der Bitcoin wird noch in diesem Jahr die 20.000 US Dollar-Grenze überspringen - mitunter sogar an der 50.000 US Dollar-Grenze kratzen.

Welche Investitionsmöglichkeiten gibt es?

 

Somit ist es auch keine große Überraschung, dass es immer mehr Sparer gibt, die Überlegungen anstellen, ihr Geld in den Bitcoin investieren zu wollen.

Kryptowährungen, so etwa der Bitcoin, können geschürft werden - dieser Generierungsprozess wird auch als Mining bezeichnet. Das heißt, hier arbeitet man mit Hochleistungsrechnern, die dann bestimmte Rechenaufgaben lösen. Als Belohnung werden dann Coins der jeweiligen Kryptowährung gutgeschrieben. Aufgrund der Tatsache, dass die Rechenaufgaben für den Bitcoin ausgesprochen kompliziert sind, mag es sich für die Privatperson nicht mehr lohnen, hier aktiv am Mining-Prozess teilzunehmen. Beachtet man die Anschaffungskosten sowie auch die danach anfallenden Stromkosten, so ist es ratsam, Coins über Kryptoexchanges zu kaufen.

Bei einer sogenannten Kryptobörse kann sodann die gewünschte Menge der jeweiligen Kryptowährung gekauft werden. Hier tauscht man dann sodann seinen Euro gegen die digitale Währung und hofft, dass sodann der Preis steigt - klettert der Kurs in die Höhe, können die erworbenen Coins gewinnbringend verkauft werden.

Eine weitere Möglichkeit stellt der CFD-Handel dar. Heutzutage gibt es nämlich immer mehr Broker, die den CFD-Handel mit Kryptowährungen anbieten.