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Kampf um „unseren“ Urlaub 2020 - Reisebüro-Mitarbeiter demonstrierten bundesweit

von Portrait von Alexander Kappen Alexander Kappen
Veröffentlicht am 30. April 2020

In vielen Städten gingen die Reisekaufleute auf die Straße und forderten Hilfe für klei-nere Reisebüros und wiesen darauf hin, dass Milliarden Euros im Urlaubsbereich auf dem Spiel stehen - wegen Corona.

Stuttgart/Deutschland. Der Bund hat die Reisewarnung bis Juni dieses Jahres verlängert. Dies macht die Reisebranche unglücklich. Hunderte Reisebüro-Mitarbeiter protestierten daraufhin am vergangenen Mittwoch im ganzen Land. Auch in Stuttgart gingen Dutzende Reisekaufleute auf die Straße. Sie forderten Hilfe für kleine Reisebüros, deren Überleben am seidenen Faden hängt – wegen Corona. Flieger am Boden, Reisen sind verboten, Buchungen am Nullpunkt: Schnelle Hilfe vom Staat, einen „Rettungsschirm“ für die Reisebranche wurde gefordert. Unser aller Urlaub steht bekanntlich wegen Corona im Jahr 2020 stark auf der Kippe.

Drei Millionen Beschäftigte, 12 000 Reisebüros und 3000 Reiseveranstalter fühlten sich von den Politikern völlig im Stich gelassen, hieß es bei den Veranstaltern. Es gehe um 290 Milliarden Euro Umsatz.
„Wir sind in Kurzarbeit, wir haben alle Angst um unseren Job. Buchungen gibt es keine, wenn überhaupt, dann noch Umbuchungen, meistens aber Stornierungen“, teilte einer der Demonstranten einer Stuttgarter Lokal-Zeitung mit.