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Ist CBD ein Wundermittel?

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 14. Juli 2019

Cannabidiol, kurz CBD, rückt immer näher in die Öffentlichkeit. Von einem Wundermittel, dass Schmerzen lindert, Ängste behebt und auch Entzündungen lösen soll, ist die Rede. Doch stimmen diese Aussagen? Und ist Cannabis überhaupt in Deutschland legal?

Was ist Cannabidiol?

CBD ist ein Wirkstoff, der in der weiblichen Hanfpflanze vorkommt. Dieser Stoff ist nicht, wie oft angenommen, berauschend. Für den Rauschzustand, ist Tetrahydrocannabiol, kurz THC, zuständig.

Das medizinische CBD wird aus Nutzhanf gewonnen. Dieser Hanf hat einen THC Gehalt von unter 0,3 %. Das ist viel zu wenig, um davon high zu werden. Andere Hanfpflanzen haben einen THC Gehalt von bis zu 50 %.

Medizinische CBD-Produkte dürfen maximal 0,2 % THC enthalten, um in Deutschland legal verkauft und erworben zu werden.

Vielleicht fragen Sie sich: Darf man Auto fahren, wenn man Cannabidiol genommen hat? CBD und Führerschein sind kein Problem. Da nur das THC berauschend wirkt, wird auch nur dieser Stoff bei einem Drogentest getestet. Und dieser Stoff ist in den CBD Produkten entweder gar nicht oder nur in sehr geringem Maße enthalten.

Wie wirkt CBD?

Das Cannabidiol lindert Angststörungen. Das hat sogar eine Studie der Universität Leipzig bestätigt. Hier haben die Probanden, nach dem sie einen Monat lang jeden Tag CBD genommen haben, eine deutliche Linderung verspürt.

Auch Einschlafstörungen lassen sich mit CBD beheben. Bevor Sie jedoch dauerhaft das CBD einnehmen, sollten Sie hinterfragen, was die Auslöser der Schlafstörungen sind. Burnout oder dauerhafter Stress sollte direkt behoben werden.

Dem Cannabidiol wird zusätzlich Schmerzlinderung zugeschrieben. Gerade dauerhafte chronische Schmerzen lassen sich gut mit diesem Mittel lindern. Zusätzlich hat es eine krampflösende Eigenschaft. Mit dieser Kombination können Menstruationsschmerzen gelindert oder sogar gestoppt werden.

Zusätzlich ist CBD entzündungshemmend und kann zum Beispiel gegen Akne eingesetzt werden.

Wie kann CBD eingenommen werden?

CBD gibt es als Öl, getrocknet, als Tabletten, Kapseln und sogar als Liquid für E-Zigaretten. Auch Cremes, die Entzündungen auf der Haut lindern, können Sie kaufen.

In Deutschland gibt es nur wenige Hanfläden, in denen Sie direkt Cannabidiol erwerben können. Doch der Onlinehandel boomt. Da ist es sehr schwer, das richtige CBD zu finden, denn die Qualitäten unterscheiden sich. Beim Öl gibt es sogar geschmackliche Unterschiede, die zum Teil recht unangenehm sind.

Sie können, zum Beispiel deutsches CBD Öl bei Nordic Oil kaufen. Dort bekommen Sie auch Öl für Ihr Haustier oder das CBD in Form von Kapseln, Liquids oder Cremes.

Welche Nebenwirkungen hat Cannabidiol?

Wie bei den meisten pflanzlichen Mitteln halten sich auch bei CBD die Nebenwirkungen in Grenzen. Dennoch können einige unerwünschte Wirkungen auftreten:

Zum Beispiel kann CBD mit einigen Arzneimitteln interagieren. Sollten Sie also CBD regelmäßig einnehmen wollen und gleichzeitig bereits Medikamente nehmen, besprechen Sie das mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen sagen, ob sich das CBD mit Ihrem Medikament vereinbaren lässt.

Cannabidiol ist, bei richtiger Dosierung, ein hilfreiches Mittel bei Parkinson. Wird jedoch zu hoch dosiert, kann es das Zittern verschlimmern.

Häufiger kommt es vor, dass das CBD für einen trockenen Mund sorgt. Das kann auf Dauer recht unangenehm sein.

Da das Cannabidiol eine beruhigende Wirkung hat, kann es in hohen Dosen auch zu Schläfrigkeit, niedrigen Blutdruck oder Benommenheit führen. Haben Sie sich versehentlich überdosiert sollten Sie also kein Auto fahren oder Maschinen betätigen. Zu niedrigem Blutdruck können Sie jedoch mit Kaffee oder schwarzem Tee entgegenwirken.

Sämtliche Nebenwirkungen lassen sich verhindern, wenn Sie die empfohlene Menge des CBDs nicht überschreiten.