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Filmvorstellung "Spider-Man: A New Universe"

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 19. Dezember 2018

Der neue Spider-Man-Film ist seit dem 13. Dezember in den Kinos angelaufen und lässt von sich reden.

Schon wieder ein Film über einen Spinnenmann? Ja, aber nach den bekannten Spider-Man-Filmen mit realen Schauspielern, folgt nun der erste Animations-Kinofilm.

Sollte man es nicht ins Kino schaffen - oder wer lieber Filme gemütlich auf der Couch sehen will -  kann   "Spider-Man: A New Universe" auch ganz einfach auf Streamingdiensten wie de.chili.com vorbestellen und ab dem digitalen Startdatum anschauen, wann immer und wo immer es einem passt.

Spider-Man von 2002-2018

Wieviele Filme es in den letzten 16 Jahren von Spider-Man gab, kann mittlerweile wahrscheinlich nur ein echter Spider-Man-Fan sagen. Der erste "Spider-Man" (2002) mit Tobey Maguire in der Hauptrolle als Peter Parker war ein echter Blockbuster-Hit. Es folgten Teil 2 und 3 und anstelle des angekündigten vierten Teils, folgten diverse Reboots und Produktionen mit einem jüngeren Spider-Man (Tom Holland). 

Spider-Man: A New Universe – Worum geht es?

Nun ist also der Animationsfilm ins Kino gekommen. Hier im Mittelpunkt steht Schüler Miles Morales und natürlich wird auch er von einer radioaktiven Spinne gebissen. Es gibt aber auch einen Peter Parker, der von Bösewichten vernichtet wird, was Miles zufällig als Augenzeuge sieht.

Dem Killer von Parker gelingt es dabei ein Portal in eine andere Dimension zu öffnen und das führt  zu weiterführenden Problemen: So sieht Miles am Grab von Parker einen älteren Peter Parker, der in einer anderen Welt noch am Leben ist und durch das Portal in Miles Welt katapultiert wurde und nun wieder in seine Welt zurück muss. Und er ist nicht der Einzige...

Was macht diesen Animationsfilm so besonders?

Das Highlight in diesem Spider-Man-Film ist, dass ungemein viele Spidermen auftreten und sie alle verfügen über persönliche, eigenwillige Animationsstile und unterschiedliche Erzähltöne. Man sieht einen japanischen Parker, einen Spider-Roboter, ein Spider-Mädchen und sogar ein Schweinchen. Ansonsten eher unbekannte Comic-Charaktere wie zum Beispiel Spider-Man Noir oder Spider-Ham fackeln ein echtes Gag-Feuerwerk ab. Vor allem Kenner des Spinnenmanns werden voll auf ihre Kosten kommen, zumal viele Anekdoten auf dem Vorwissen des Zuschauers über Filme & Co aufbauen. 

Die drei Regisseure Peter Ramsey, Bob Persichetti, der zum ersten Mal Regie führt, und Rodney Rothman haben sich die Aufgabe gut geteilt und einen einzigartigen Stil kreiert. Knallbunte Elemente und Bilder á la Roy Lichtenstein erzeugen eine fantastische Atmosphäre und Bilderflut. Ein visueller Mix aus diversen Stilen machen den Film zu etwas Besonderem. In diesem Film lässt sich wirklich viel entdecken, von einer bildgewaltigen Sprache über fiktive Varianten bis hin zu klassischen Animationselementen.

Neuer Rekord

Die Coming-of-Age-Geschichte des jungen Miles kann überzeugen und ist eine der besten Leistungen im Marvel-Universum. Das zeigen übrigens auch die ersten Zahlen: Der Film spielte an seinem ersten Wochenende in den USA mehr al 35 Millionen Dollar ein, das ist neuer Rekord!