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ESports - ein stetig wachsender Trend

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 19. August 2020

Die Videospielbranche ist mittlerweile ein sehr lukratives Geschäft. Das stetige Wachstum dieser Industrie führte dazu, dass bereits im Jahr 2018 ein weltweit höherer Umsatz als in der Filmindustrie erzielt wurde. Diese Trendbewegung führt auch dazu, dass zunächst exklusiv privat geführte Turniere mittlerweile weltweiten Anklang finden. Zusammen mit der Popularität von ESports ist jedoch auch die Investitionsbereitschaft bzw. das Marktpotenzial deutlich angestiegen.

Deutschland ist ein wichtiger Markt für den ESport

Ebenso wie die Videospielbranche im Allgemeinen verzeichnet auch das professionelle Gaming einen Trend, der steigende Umsätze in Zukunft garantiert. Im Jahr 2019 beliefen sich die weltweiten Einnahmen auf knapp 960 Millionen Dollar - Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies ein Wachstum von fast 200 Millionen dar. Für das Jahr 2023 wird gar ein Anstieg auf über 1,5 Milliarden prognostiziert.

Spricht man heutzutage von ESports sind in der Regel vier Märkte besonders entscheidend. Hinter den Marktführern USA, Südkorea und China reiht sich Deutschland als ertragreichster Markt in Europa ein. Innerhalb von knapp drei Jahren konnte sich der Umsatz jährlich signifikant verbessern. Von knapp 38 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016 konnte sich die heimische Szene bis zum Jahr 2018 mittlerweile auf über 60 Millionen hocharbeiten.

Obwohl Deutschland in Europa zwar als Spitzenreiter angesehen werden kann, ist auf die größten Märkte der Welt ein doch größerer Abstand vorhanden. Während China knapp 100 Millionen verzeichnen kann, liegen die Werte von Südkorea und den USA deutlich darüber.

Sponsoren und Übertragungen tragen zum Wachstum bei

Durch das steigende Interesse auch jüngere Zielgruppen vermehrt anzusprechen, fungieren größere Unternehmen mittlerweile regelmäßig als Sponsoren von ESports-Events. Insbesondere Automarken wie “Mercedes Benz” und “BMW” sind mit exklusiven Verträgen der deutschen Liga “ESL” besonders hervorzuheben. Alleine im Jahr 2017 investierten jene und andere Unternehmen knapp 19 Millionen Euro, um Fans das Anfeuern ihrer Lieblingsteams zu ermöglichen.

Auch Übertragungsrechte sind mittlerweile ein lukratives Geschäft. Verkaufte Genehmigungen an Streamingplattformen aber auch TV-Stationen bringen deutschlandweit knapp 10 Millionen Euro jährlich ein. Wer sich das Geschehen lieber live vor Ort ansehen will, kann dies ebenfalls tun. Ticketverkäufe tragen mit knapp 3 Millionen Euro Einnahmen ebenfalls wesentlich zur Förderung des deutschen ESports-Marktes bei.

Zubehör und Merchandise sind ein ebenso wichtiger Faktor

ESports-Teams erfreuen sich mittlerweile über eine große Fangemeinde. Aufgrund dessen ist es keine Überraschung, dass Online-Shops mit speziellem Merchandise ebenfalls Gewinne erzielen können. Bis zum Jahr 2022 gehen Experten davon aus, dass in Deutschland ein Gesamtumsatz von über 2,5 Millionen Euro in diesem Bereich erzielt werden kann.

Auch im Bereich der Ausrüstung wird vermehrt darauf geachtet, dass der Technologiemarkt den speziellen Anforderungen dieser Industrie gerecht wird. Beispielsweise setzen ESports-Profis vermehrt auf mechanische Tastaturen, da diese deutlich reaktionsschneller funktionieren als herkömmliche Eingabegeräte. Auch im Bereich der Kommunikation wird vermehrt auf spezielle Bluetooth-Headsets gesetzt, um unnötige Störungen durch Kabelsalate zu vermeiden. Zusätzlich haben Profis des ESports bei der Auswahl an Mäusen mittlerweile die Qual der Wahl. Spezielle Sensortypen, ein geringeres Gewicht sowie auch die eingebauten Schalter spezieller Modelle ermöglichen es für jeden Spieler, die optimalen Bedingungen für den bevorstehenden Wettbewerb auszuwählen.