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Die verrücktesten Jackpot-Gewinner der Geschichte

von Portrait von Arzu A. Kayvani Arzu A. Kayvani
Veröffentlicht am 14. Oktober 2019

Sechs Richtige im Lotto sind extrem selten und wer den Jackpot knackt, ist ein echter Glückspilz. Ein Einsatz von nur zehn Dollar machte Manuel Franco aus West Allis in Wisconsin in den USA im April 2019 zum 768-fachen Millionär. Der 24-jährige Mann knackte den Jackpot der Lotterie "Powerball". Die Chance für einen Gewinn stand bei 1:292,2 Millionen. Er gewann somit den dritthöchsten Jackpot in der Geschichte der USA. Doch dann traf Franco eine Entscheidung, die nicht jeder nachvollziehen kann. In den USA hat der Gewinner zwei Möglichkeiten. Entweder er erhält den Betrag über einen Zeitraum von 29 Jahren in Raten ausbezahlt oder aber er bekommt den Gewinn sofort, dafür aber mit deutlichem Abzug. Franco entschied sich für Letzteres und gab sich mit einer Sofortüberweisung in Höhe von 477 Millionen US-Dollar zufrieden. Nach Steuerabzug blieben dem Mann noch 326 Millionen Doller. Das ist mit Sicherheit genug zum Leben. Franco tat das, was viele Menschen in seiner Situation täten. Er kündigte seinen Job und plante eine Weltreise. Hoffentlich wird er mit seinem Reichtum glücklich, denn viele Menschen, die etwa Online Casinos nutzen und kleinere Gewinne im vier- bis fünfstelligen Bereich verbuchen, sind mit ihrem Leben oft zufriedener als jene, die einen Jackpot in Millionenhöhe knacken.

Nur wer mit Geld umgehen kann, ist glücklich!

190 Millionen Euro gewann zum Beispiel das Ehepaar Gillian und Adrian Bayford aus Suffolk in England im Jahr 2012 bei der Lotterie Euro Millions. Die Betreiber eines Plattenladens freuten sich riesig, wollten aber dennoch ihr Leben so weiterleben wie bisher und weiterarbeiten. Zu den Wünschen, die sich die beiden erfüllen wollten, gehörten eine Zugfahrt durch die Rocky Mountains in Kanada und ein Sportwagen. Die Kinder des Paares freuten sich auf einen Besuch in Disney World. Doch anscheinend brachte dem Paar der Geldsegen kein Glück. Das viele Geld zerstörte ihre Ehe. Extrem reich zu sein, ist sehr schön, aber vielleicht ist es doch manchmal besser, weniger zu gewinnen, zum Beispiel ein paar Zehntausender bei einer Sportwette.

Weiter geht es mit dem Müllmann Michael Carroll. Der Brite gewann im Jahr 2002 9,7 Millionen Pfund. Aus dem einstigen Arbeiter wurde ein vermögender Playboy, der fortan in einer Villa lebte und wilde Partys veranstaltete. Später investierte er in teure Autos und baute hinter seiner Villa eine Rennstrecke. Nach einigen Jahren war das Geld aufgebraucht und er war dazu gezwungen, die Villa und die Autos wieder zu verkaufen. Nahezu mittellos jobbte er wieder als Müllmann. Carroll hatte zwar Glück, er hatte aber keine Erfahrung über den richtigen Umgang mit Geld.

Nicht mit dem vielen Geld umgehen konnte auch William Bill Post. Den Amerikaner machte die Pennsylvanian Lottery 16,2 Millionen Dollar reicher. Post war ein Waisenkind und stammte somit aus armen Verhältnissen. Nun wollte er sich endlich den Luxus gönnen, von dem er so lange träumte. Er spendierte seinen Geschwistern Firmen und Autos, gab seiner Freundin ein Drittel der Gewinnsumme ab und kaufte sich eine Villa und ein Flugzeug. Danach trennte sich seine Freundin von ihm und sein Bruder wollte ihn von einem Auftragskiller töten lassen. Sein Vermögen wurde immer kleiner, so dass er schließlich Schulden hatte. Er lebte von einer Behindertenrente und starb im Alter von 66 Jahren acht Jahre nach dem großen Lottogewinn.