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CBD – Der Wirkstoff mit Tradition

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 27. Juli 2019

Die Hanf-Pflanze wurde bereits vor mehreren Tausend Jahren in der chinesischen Medizin verwendet. Hierbei wurden die Pflanzenteile zerkleinert, mit Wasser oder Honig vermischt und als Teeaufguss getrunken oder in Form einer Salbe zur äußerlichen Anwendung genutzt. Vor allem bei Übelkeit, Krämpfen und Schmerzen wurde die Heilpflanze eingesetzt. Hanf wurde früher außerdem zur Herstellung von Seilen sowie Textilien angewendet.

Theoretisch könnte aus Hanf alles produziert werden, was man sonst mit Erdöl herstellen kann.

Nach einigen Jahrzehnten, in denen Hanfextrakte verbannt wurden, rückt die Pflanze und ihre Wirkstoffe, vor allem im medizinischen sowie im kosmetischen Bereich, wieder in das Interesse der Wissenschaftler. Obwohl die Forschungen noch am Anfang stehen und ständig neue Erkenntnisse dazu kommen, zeigt vor allem der Wirkstoff CBD (Cannabidiol) im medizinischen Bereich wahres Potential.

Hanf heute

Während vor einigen Jahrhunderten in Asien der Hanf für alle möglichen Bereiche genutzt wurde, nimmt vor allem die medizinische Bedeutung des Hanfs auch in Europa immer weiter zu. Insbesondere das CBD-Öl wird immer beliebter.

Hier können Neugierige mehr über die verschiedenen Wirkungsbereiche des CDB-Öls erfahren.

Wie wird das CDB-Öl hergestellt?

Es gibt mehrere Verfahren, mit denen Forscher die Wirkstoffe der Pflanze extrahieren können.

Variante mit alkoholischen Lösungsmitteln

Hierbei werden die Hanfblüten, da diese sehr viel CBD enthalten, zerkleinert und mit einer Alkohollösung vermischt. Nachher wird alles zusammen erhitzt, bis die Lösung verdampft und nur das CBD zurückbleibt.  

Der Vorteil hierbei ist, dass das CBD sehr leicht in Alkohol löslich ist, sodass dieses Verfahren sehr unkompliziert abläuft und sehr kostengünstig ist.

Variante mit der CO2-Extraktion

Diese Methode ermöglicht es, die beiden Materialien möglichst schonend zu trennen. Auch beim Kaffee wird dieser Prozess angewendet, wenn man das Koffein entziehen möchte. Dadurch, dass es sich hierbei um eine möglichst schonende Verfahrensweise handelt, bleiben auch die gesamten positiven Eigenschaften des Hanfs enthalten.

Dieses Verfahren ist meist sehr aufwendig und dementsprechend auch mit höheren Kosten verbunden. Dafür überzeugen diese Produkte mit einem hohen Reinheitsgrad und einer guten Qualität.

Was sind die wichtigsten Pflanzenstoffe im CBD-Öl?

Neben dem Cannabidiol enthält das Öl auch noch viele weitere gute Stoffe, die für den menschlichen Körper sehr gesundheitsfördernd sind.

Carotinoide

Das Beta-Carotin kann das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen und frühzeitigem Altern entgegenwirken. Auch die Haut benötigt sehr viel von diesen Stoffen.

Chlorophyll

Das Chlorophyll ist besonders wichtig für die Reinigung der Zellen und der Gefäße. Außerdem wirkt es sich auch positiv auf die Zellatmung aus.

Vitamin E

Dieses Vitamin ist sehr wichtig für den Serotoninspiegel, für die Haut und allgemein für die Körperzellen.

Omega 3-Fettsäuren

Auch die gesunden Omega 3-Fette sind im CBD-Öl enthalten. Außerdem ist das Öl voll von Kalzium, Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium.

In guten Shops kann das passende CBD Öl ausgewählt werden.

CBD-Öl und Krebs

Als die ersten Berichte über das Wundermittel CBD im Internet veröffentlicht wurden, wurden die Stimmen laut. Viele Menschen glaubten, dass CBD ein Allheilmittel ist, das eine sofortige Linderung aller Symptome verspricht und sogar Krebs heilen kann.

Es ist durchaus bewiesen, dass CBD gegen allerlei Symptome, wie beispielsweise chronische Schmerzen, Depressionen und Allergien helfen kann. Doch kann es auch tatsächlich den Krebs besiegen?  

Der Wirkstoff CBD interagiert mit Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid-Systems, das ein Teil unseres Nervensystems darstellt. Erste Untersuchungen zeigten, dass CBD den Stoffwechsel von Krebszellen stört und die zellinterne Kommunikation erschwert. Bei einigen Patienten konnte die Einnahme von CBD dabei helfen, die Ausbreitung von Krebszellen zu verlangsamen. Auch ein Rückgang der Metastasen konnte beobachtet werden. Die Forschung steckt aber noch in den Kinderschuhen.   

Während einer Chemotherapie nutzen bereits viele Patienten CBD als begleitende Therapie zur Linderung der typischen Begleiterscheinungen.

Fazit

Das CBD verbreitet sich immer mehr und das nicht umsonst. Dank seiner hervorragenden Wirkung bei verschiedenen Krankheitsbildern werden die Einsatzgebiete immer größer. Nicht zuletzt hängt die Wirkung von CBD auch davon ab, wie es hergestellt wurde.

Im Gegensatz zur Herstellung mit Lösungsmitteln empfiehlt sich auf jeden Fall die Variante mit der schonenden CO2-Extraktion, bei der alle wertvollen Stoffe beibehalten werden.