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Verbringen wir zu viel Zeit mit unseren Smartphones?

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 28. Januar 2019

Für viele Menschen ist das Smartphone nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Es ist unser ständiger Wegbegleiter, ohne dem nicht das Haus verlassen. Wer hat noch nie auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule noch schnell umgedreht, weil er sein Smartphone zuhause vergessen hat?

Auf den Weg zur Arbeit, im Büro, in der Schule, während der Mittagspause, immer mehr Menschen haben Ihr Handy in der Hand. Da fragt man sich, ob wir nicht viel zu viel Zeit mit dem Smartphone verbringen. Und es sind schon längst nicht nur Jugendliche, die kaum vom Bildschirm aufschauen. Das Smartphone-Fieber hat längst alle Generationen erfasst.

Dutzende Apps buhlen um Aufmerksamkeit

Die Versuchung das Handy in die Hand zu nehmen ist groß und Dutzende Apps drängen um unsere Aufmerksamkeit:

Checke das E-Mail-Konto. Antworte auf eine Twitter-Nachricht. Lass Freunde wissen, was zu Mittag gegessen wurde. Stell einen neuen High-Score auf. Spiele im Online Casino Echtgeld Slots. Lies die neuesten Nachrichten im Kurzformat.

Wundert es da, dass der durchschnittliche Nutzer mehr als 3,5 Stunden pro Tag mit dem Smartphone verbringt? Schließlich ist der Mini-Computer in der Westentasche sowohl Telefon, Kurznachrichtendienst, Spielkonsole, Social Media Assistent und noch vieles mehr.

Wieviel ist zuviel?

Doch wieviel Zeit am Smartphone ist nun zu viel?

Ein Problem ist sicher, dass immer mehr Menschen nicht lernen mit Langeweile klarzukommen. Langeweile kann schließlich ein Stimulus für die eigene Kreativität und Ansporn zu gleich sein. Der Griff zum Handy ist aber viel bequemer und manchmal kann es auch zu Sucht werden. Wer im Bus lieber seinen Twitter-Account checkt als in müde Gesichter zu blicken, macht noch nichts falsch. Bedenklich wird es allerdings, wenn der Gedanke, ohne Smartphone auskommen zu müssen, für Nervosität sorgt.

Gerade bei Jugendlichen macht sich zudem der Trend bemerkbar, immer und überall auf Nachrichten antworten zu müssen. Das Smartphone klingelt, die Hand greift in die Tasche und das Gespräch mit den Eltern muss warten. Lästig, wenn es am Esstisch passiert, bedenklich, wenn es auch in der Schule oder gar am Arbeitsplatz vorkommt.

Das ständige Erreichbar-sein kann durchaus ungesund sein. Wer nicht abschalten kann, sowohl im wörtlichen als auch übertragenen Sinn, steht unter Spannung und Stress. In Frankreich hat man das längst erkannt und hat es Firmen verboten, ihre Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit zu kontaktieren. Ständig dem Chef im Nacken zu haben, auch nur gefühlt, stresst ungemein und kann auch zu Burn-Out führen.

Was tun?

Am besten einfach einmal das Smartphone ausschalten. Einfach für eine festgelegte Zeit nicht erreichbar sein. Die Handys für ein oder zwei Stunden am Nachmittag gemeinsam in eine Schublade legen und etwas anderes tun. Wer dazu einen elektronischen Aufpasser braucht, kann sich spezielle Apps installieren, welche für bestimmte Zeiten den Zugang zu gewissen Smartphone-Funktionen blockieren.

Zudem gibt es auch Apps, welche über die eigenen Smartphone-Nutzung Protokoll führen. Es kann die Augen öffnen, wenn man Schwarz auf Weiß mitgeteilt bekommt, wieviel Zeit man in der letzten Woche auf Facebook und Co verbracht hat. Letztendlich ist aber jeder Nutzer alleine für seines Umgang mit dem Smartphone verantwortlich.