„Sud Strings“

Sud Strings

Retro-Rock-Band

von Portrait von Steffen Kutzner Steffen Kutzner
Veröffentlicht am 6. September 2012

Erzählt doch bitte etwas über Euch selbst.

Sud Strings: „Sud Strings“ besteht aus Claudia (Gesang), Dominik (Gitarre), Bojan (Bass) und Michael (Schlagzeug). Wir alle kommen aus Aachen und haben uns über die Liebe zur Musik kennen gelernt. Naja, mehr oder weniger übers Internet. Die Idee für eine Band entstand im Jahre 2006, wo sich Dominik und Michael regelmäßig zu einer Jam-Session trafen und nach einiger Zeit die Gründung einer Band in Angriff nahmen. Nach einigen Besetzungswechseln bei Gesang und Bass gehörten Claudia ab März 2010 und Bojan ab Mitte 2011 fest zur Truppe. Von Anfang an war allen klar, dass man am meisten Spaß an der Rockmusik der 60er und 70er hat. Mit Inspirationen wie „Led Zeppelin“, Jimi Hendrix oder auch „Black Sabbath“ erarbeiteten wir in den letzten Jahren ein immer weiter wachsendes Set an eigenen Stücken.

Ihr seid alle noch recht jung und macht Retro-Rock, der stark an Eure Vorbilder „Led Zeppelin“ und „Black Sabbath“ erinnert. Was begeistert Euch an den 60ern und 70ern?

Michael: Bei mir war es einer meiner Freunde, der durch seinen Gitarrenunterricht an diese Musik kam und mich dazu brachte. Ein weiterer Grund ist allerdings, dass diese Musik immer Platz für viele Experimente auf der Bühne bietet und genau deshalb anspruchsvoll ist. Diese Musik fordert, dass sich jedes Instrument und der Gesang ständig weiter entwickeln und neue Dinge ausprobiert werden.

Fans von Classic Rock behaupten gern, dass es die Musik, die wirklich gut ist, nur auf Vinyl gab. Stimmt Ihr dem zu, oder hört Ihr privat auch ein paar aktuellere Sachen?

Dominik: Mit der aktuellen Musik kann ich eher weniger anfangen! Klar gefällt mir der ein oder andere Song aus den Charts, aber dann höre ich doch lieber „Led Zeppelin“, Wolfmother oder etwas in die Richtung.

Claudia: Wenn man die Musik von damals mit der heutigen vergleicht, hört man einen enormen Unterschied! Heutzutage wird einfach alles viel zu sehr bearbeitet, was ich schade finde! Mir persönlich gefällt das nicht so gut. Klar, wenn man in die Disco geht kommt es seltenst vor, dass Songs wie zum Beispiel „Highway To Hell“ oder „Paradise City“ gespielt werden, deswegen muss man sich mit der aktuellen Musik, die die Mehrheit hört, mehr oder weniger anfreunden. Aber privat höre ich dann doch lieber Musik von damals, wobei es natrürlich auch Ausnahmen gibt.

Mit der aktuellen Musik kann ich eher weniger anfangen! Klar gefällt mir der ein oder andere Song aus den Charts, aber dann höre ich doch lieber „Led Zeppelin“.

Michael: Ich höre für meinen Teil viel Aktuelles. Wobei es eher selten Pop ist, sondern mehr Rock oder auch mal Jazz oder Reggae. Eben eine bunte Mischung.

Ihr habt mit Cover-Songs angefangen, schreibt jetzt aber immer mehr selbst. Wie läuft das – schreddert Ihr ein bisschen herum und dann irgendwann ist die Inspiration da?

Michael: Das ist sehr unterschiedlich. Manche Songs, oder besser: die Idee zu diesen Songs, kommen oft natürlich auch beim Jamen. Manchmal hat Dominik auch einfach zu Hause eine Idee und entwickelt die Struktur alleine, die dann meistens zusammen, auf der Probe, ausgearbeitet wird. Allerdings kann man nur selten davon sprechen, dass ein Song „fertig“ ist, da sich jeder Song über die Jahre auf Proben und auf der Bühne weiter entwickelt.

Claudia: Ja, wie zum Beispiel „Half Past“! Den Song haben die Jungs schon vor Jahren geschrieben, da war ich noch gar nicht in der Band, aber er war halt irgendwie nie fertig und geriet somit in Vergessenheit - bis Dominik dann einfiel, dass da noch was war und wir den Song so gut wie komplett umgeschrieben haben.

Angenommen, Ihr hättet die freie Wahl – bei welchem Künstler wärt Ihr gern Vorband?

Claudia: SLASH!

Michael: Jimi Hendrix!

Bojan: „Tool“ oder „Ugly Kid Joe“.

Dominik: „Led Zeppelin“.

Allerdings kann man nur selten davon sprechen, dass ein Song „fertig“ ist, da sich jeder Song über die Jahre auf Proben und auf der Bühne weiter entwickelt.

Was bedeutet Euer Bandname „Sud Strings“?

Dominik: Wir hatten ursprünglich mehrere Namen zur Auswahl, haben dann aber schnell gemerkt, dass Namen aus sinnvollen Wörtern bei Zuhörern oft bestimmte Erwartungen wecken. Wir wollten nicht, dass die Leute unserer Musik aufgrund des Bandnamens voreingenommen gegenüber stehen. Deswegen haben wir uns für eine eigene, prägnante Wortkreation entschieden, die ganz subtil auf die richtige Musikrichtung verweist - deswegen sind „Strings“, also Saiten im Bandnamen verankert. Was „Sud“ bedeutet, möchten wir nicht sagen. Das ist jedem selbst überlassen. Dabei ist es wie mit Gemälden oder Gedichten. Ein guter Künstler gibt nicht gern preis, was sich hinter seinem Kunstwerk versteckt. Das überlässt er der Phantasie des Betrachters oder Zuhörers. Nachdem man ein Konzert von uns besucht hat, wird man dem Namen Sud Strings schon eine bestimmte Bedeutung zuweisen können, versprochen. (lacht) Ein weiterer Vorteil eines solchen neuen Namens, der uns allerdings erst später klar wurde, ist, dass man in Suchmaschinen nahezu der einzige Treffer ist. Somit ist jede Suchanfrage in unsere Richtung ein Treffer.

Anfang 2011 habt Ihr Eure erste Demoplatte aufgenommen. Drei Songs waren damals auf „Threefold“. Was hat sich seitdem getan?

Bojan: Im Prinzip ging es stetig weiter. Es folgten immer mehr Konzerte, darunter auch in der Aachener Eishalle, in den Burtscheider Kurparkterassen bei „Rock im Kurpark“, und einige Konzerte in Köln, Mönchengladbach, Maastricht und im weiteren Aachener Raum.

Claudia: Außerdem ist ein Album in Planung, das Mitte 2013 erscheinen soll!

Sud Strings

Noch könnt Ihr nicht ausschließlich  von der Musik leben. Wie sieht Euer Alltag jenseits der Musik aus?

Michael: Die Musik nimmt natürlich immer viel Platz ein. Ist man nicht bei der Probe, übt man zu Hause, schreibt an neuen Songs oder organisiert alles rund um die verschiedenen Konzerte.

Claudia:  Wobei man sagen muss, dass unser Manager glücklicherweise vor etwa einem halben Jahr den organisatorischen Part übernommen hat.

Dominik: Jenseits der Musik bin ich Doktorand an der RWTH, Claudia ist noch Schülerin und macht nächstes Jahr ihr Abitur. Bojan ist Servicemitarbeiter bei Mercedes und Michael ist Elektroniker und arbeitet im technischen Support bei einer Kohlscheider Firma.

Was ist Euer nächstes großes Projekt?

Claudia: Wir arbeiten grade an unserem ersten Album. Mindestens 12 Songs sollen drauf kommen. Das wird wohl noch ein halbes bis dreiviertel Jahr dauern, weil so ein Album schon sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Bojan: In nächster Zeit stehen dazu natürlich noch eine Vielzahl von Konzerten an. Da wäre zum Beispiel das „Het Parcours Event“ in Maastricht, wozu wir eingeladen worden sind. Alle Infos dazu gibt es natürlich auch immer auf unserer Webseite.

Beatles oder Stones?

Michael: Stones! Ein bisschen mehr Rock als Pop. Passen besser zu uns! (lacht)

Claudia: Obwohl ich persönlich eher die Beatles bevorzuge.

Gibt es noch etwas, das Ihr unbedingt mitteilen möchtet; eine finale Weisheit?

Sud Strings: Es geht natürlich immer nur darum, möglichst viel Spaß an der Musik zu haben - wir auf der Bühne und unser Publikum natürlich vorne mit dabei!