Nils Bonometti

Fotograf und Schauspieler

von Portrait von Steffen Kutzner Steffen Kutzner
Veröffentlicht am 8. Oktober 2012

Erzähl‘ doch bitte etwas über Dich selbst.

Ich wurde am 7.Juli 1975 in Heidelberg geboren, habe zuvor in Frankreich gelebt. Ich habe früher Zutaten für Eis hergestellt und davor eine Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten gemacht.

Du bist von der Gastronomie über Komparsenrollen zur Schauspielerei gekommen. Gab es da ein Schlüsselerlebnis? Wann dachtest Du das erste Mal: „Ich will auch Text haben und im Abspann genannt werden“?

Mein Schlüsselerlebnis war, als ich mich das erste Mal im Fernsehen gesehen habe. Das war meine erste Kleindarstellerrolle in der ich für Vox in „Wissenshunger“ gekocht habe. Von da an wusste ich: Ich muss mehr beim Fernsehen machen.

Du bist auch als Fotograf recht erfolgreich. Stehst Du lieber vor oder hinter der Kamera?

Sowohl als auch. Ich kann es nicht genau sagen, beides macht mir sehr viel Spaß.

Wohin gehen Deine Ambitionen – willst Du Hauptrollen in Kinofilmen spielen, oder ist die Schauspielerei nur ein Gelegenheitsjob neben der Fotografie?

Ich betreibe beides hauptberuflich. Ich habe 2008 eine Schauspielausbildung in Rom an der Accademia Teatrale absolviert. Hauptrollen sind bei mir immer gerne gesehen. Lasst euch überraschen! Viel darf ich leider noch nicht erzählen, aber ich drehe grade einen Film, indem ich eine Hauptrolle spiele.

Ich war als Italien-Experte in Venedig unterwegs um mit meiner Erfahrung deutsche Touristen vor den Touristenfallen zu warnen.

Du sprichst verschiedene deutsche Dialekte. Konntest Du das schon immer, oder hast Du Dir das angeeignet, um mehr Rollenangebote zu bekommen?

Ich musste sie mir nicht aneignen, da ich schon an den verschiedenen Orten in Deutschland gelebt habe und auch viel in Deutschland gereist bin - und ich kann mich meiner Umgebung schnell anpassen. Dat mit dem Kölsch is noch etwas schwieriger aber ich arbeite dran.

Du bist neben Fotograf und Schauspieler auch Moderator. Hast Du so etwas wie einen Alltag?

Klar - ich habe jeden Tag verdammt viel zu tun! (lacht)

Nils Bonometti

Für Sat.1 warst Du schon „Italien-Experte“ und Kaffeetester. Beides wurde mit Deinem italienischen Nachnamen gerechtfertigt. Schränkt es Dich in den Rollenangeboten ein, Halbitaliener zu sein, oder wird das immer nur zur Referenz erklärt, wenn es sich grade anbietet?

Ich bin Halbitaliener und Europäer; es schränkt mich in keinster Weise ein. Ich war als Italien-Experte in Venedig unterwegs um mit meiner Erfahrung deutsche Touristen vor den Touristenfallen zu warnen und als Kaffeeexperte war ich unterwegs, weil ich über Fachwissen aus meinem alten Beruf verfüge und selbst Kaffee geröstet habe. Das waren Reportagen, keine Schauspielrollen und hat nichts mit der Schauspielerei zu tun.

Du hast auch eine Comedy-Version von „Wenn ich einmal reich wär‘“ aufgenommen. Wirst Du jetzt auch noch Sänger?

Um Himmelswillen, nein niemals! Das war ein Gag unter Freunden. Diesen Gesang kann man niemandem zumuten. (lacht)

Mit wem würdest Du gern mal vor der Kamera stehen?

Ich stand zwar für einen Fernsehfilm schon mit Tom Gerhardt vor der Kamera, aber ich würde sehr gerne einen Kinofilm mit ihm drehen. Ich kenne keinen Schauspieler, der so gut viele Rollen gleichzeitig spielen kann. Ich kann nur von Ihm lernen.

Ich stand schon mit Tom Gerhardt vor der Kamera.

Was ist Dein nächstes großes Projekt?

Darüber darf ich leider nicht sprechen, aber soviel kann ich schon verraten: es wird HAMMER! (lacht)

Gibt es noch etwas, das Du unbedingt mitteilen willst? Eine finale Weisheit?

Ich sage es mit einem Zitat von Marlon Brando: „Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“