©

Was können wir 2018 von Kryptowährungen erwarten?

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 4. Januar 2018

Kryptowährungen waren 2017 sicher eines der meist diskutieren Themen. Besonders der Bitcoin zog mit seinem rasanten Kursanstieg die Aufmerksamkeit von Anlegern und solchen, die es gern gewesen wären, auf sich. Mehr als 1.300 Prozent konnte das Währungspaar Bitcoin gegen US-Dollar zulegen. Doch der Handel mit dem Bitcoin ist recht langsam, denn gerade einmal vier Transaktionen pro Sekunde lässt das System zu. Im Vergleich: PayPal wickelt in derselben Zeit etwa 60 Transaktionen ab. Auch die Deckelung der Bitcoins auf 21 Millionen Stück könnte zukünftig problematisch werden. Noch dazu ist das Bitcoin-Mining sehr rechen- und damit auch energieintensiv.

Neue Wege gehen

Obwohl Bitcoin die größte Marktkapitalisierung besitzt, gibt es inzwischen unzählige weitere Kryptowährungen. Ende 2017 standen dem Devisenhandel (auch Forex genannt) rund 1.400 Stück zur Verfügung. Da fällt es natürlich schwer, den Überblick zu behalten, technische Unterschiede zu verstehen und Chancen abzuschätzen. Was sich am Ende durchsetzen wird, können – wenn Überhaupt – nur Experten evaluieren. Nichtsdestotrotz sollen hier zwei Kryptowährungen hervorgehoben werden.

Die digitale Münze mit dem größten Wertanstieg heißt Ripple und brachte Anlegern im Jahr 2017 ein Plus von 36.000 Prozent. Denn Banken in Japan und Südkorea kündigten an, die Technologie im Januar 2018 testen und bei Erfolg für Transaktionen nutzen zu wollen. Damit sollen 30 Prozent der Kosten gespart werden. Hier scheint durchaus Potenzial vorhanden zu sein.

Der zweite vielversprechende Kandidat ist Iota und verwendet im Gegensatz zu den meisten anderen Kryptowährungen keine Blockchain, sondern ein Netzwerk namens Tangle. Dadurch umgeht Iota drei Probleme von Bitcoins. Denn Iota-Transaktionen sind kostenlos, unheimlich schnell und skalierbar. Sollte sich das System also durchsetzen, gibt es keinen Flaschenhals. Ziel der Währung ist die Nutzung für das „Internet der Dinge“. Beispielsweise könnten Fahrzeuge selbstständig eine Maut oder aber Parkgebühren damit bezahlen. Bosch sieht offenbar eine größere Zukunft und hat bereits investiert.

Wie kann man investieren?

Kommt eine neue Technologie auf den Markt, benötigt man in der Regel viel Fantasie aber auch Fachwissen, um deren Tragweite einschätzen zu können. Wilhelm II. hielt das Automobil beispielsweise nur für eine Modeerscheinung und glaubte stattdessen weiterhin an das Pferd als Fortbewegungsmittel Numero uno. Ein Investment birgt also einige Risiken, da man nicht weiß, welche der vielen Krypto-Coins das Rennen für sich entscheiden werden. Will man dennoch solche Devisen handeln, stellt sich die Frage nach der Plattform. Der MetaTrader 4 ist eine der beliebtesten Handelsplattformen, stellt aber nur eine Möglichkeit von vielen dar. Mit dem MT4 lassen sich Charts bequem auf vielfältige Weise betrachten und technische Indikatoren zur Unterstützung einsetzen.