Viele Stuttgarter wollen Zugang zum Neckar  - (c) Alexander Kappen © Alexander Kappen

Viele Stuttgarter wollen Zugang zum Neckar

von Portrait von Alexander Kappen Alexander Kappen
Veröffentlicht am 9. Januar 2016

Am Mittelkai im Stuttgarter Stadtteil Obertürkheim gibt es einen kleinen wunderschönen Zugang zum Neckar. Es handelt sich hier um öffentliches Gelände, das man zu Fuß von der Straße über einen Gehweg erreicht. Hier treffen sich abends öfters Leute zum Angeln oder Gitarre spielen. Eine Gruppe junger Leute ist begeistert: „Hier ist man ganz nah dran am Wasser und mitten im Hafen“, freut sich die Clique, die alle im Alter von rund 25 Jahren sind.

Stuttgart bietet für seine Bürger ansonsten kaum Zugang zum Wasser (außer noch am Stadtstrand in Bad Cannstatt) aufgrund der ausgeprägten Industrie, die sich am Wasser angesiedelt hat. Auch die Gleise der Bahn sind nicht förderlich für die Interessen der Flussfans.

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Natürlich gehen die wirtschaftlichen Interessen vor, aber andere Städte wie Berlin oder Amsterdam sind hier Vorbild. „Das Wasser, die Enten, die Möwen – einfach ein tolles Naturerlebnis“, sagen zum Beispiel die Obertürkheimer Fluss-„Anbeter“.

Marion Heck von der Initiative Neckarfreude sieht das genauso. Sie hat extra eine Initiative gegründet um die Stuttgarter Fluss-Interessen voranzutreiben. Sie wohnt in Hofen am Max-Eyth See und möchte mehr Freude am Neckar erleben und den Fluss als Lebensraum zurückgewinnen. „Wir werden immer mehr Neckarfans und ich merke dass das Thema die Stuttgarter bewegt“, sagt Marion Heck im Telefoninterview.

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Ihre Ziele sind zum Beispiel einen Wasserspielplatz direkt am Neckarufer anzulegen und auch das Baden im Neckar wieder legal erleben zu dürfen. Dafür muss noch einiges getan werden was wohl auch nicht ganz billig ist. Dennoch bleiben die Neckarfreunde Stuttgart dran…