- (c) https://www.flickr.com/photos/newchurch/3363696458/Keine Werbung/michael neukirchen © https://www.flickr.com/photos/newchurch/3363696458/Keine Werbung/michael neukirchen

Ungewollte Nachrichten: Ein Ärgernis namens Spam

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 10. Mai 2017

"Bitte keine Werbung oder kostenlose Zeitungen einwerfen", so steht es an unzähligen Briefkästen. Dieser Satz ist gewissermaßen ein Werbefilter, der meist effizient vor ungewollten Verbraucherinformationen schützt. Geht es um den virtuellen Briefkasten – also das E-Mail-Postfach – ist die Sache nicht ganz so leicht. Zudem sind digitale Werbe-, Junk- oder Spam-Mails nicht nur lästig, sondern können mitunter auch gefährlich werden. Wir geben Hinweise, worauf man achten sollte.

Spam-Mails: Amüsant bis schädlich

So vorteilhaft das Internet auch ist, birgt es dennoch Gefahren verschiedenster Art und Schweregrade: von "nervig, aber relativ harmlos" bis hin zu "extrem schädlich und teuer". Übertragungsweg dieser Gefahren sind neben Internetseiten häufig digitale Nachrichten – insbesondere E-Mails. Schätzungsweise zwei Drittel aller E-Mails sind nämlich Spam-Mails. Aber auch andere beliebte Kommunikationskanäle wie der Instant Messenger WhatsApp werden mittlerweile von schädlichen Spam-Nachrichten heimgesucht.

Viele Spam-Mails sind leicht als solche zu identifizieren, beispielsweise, wenn es sich um nicht angeforderte Arzneimittelangebote handelt oder um solch amüsante Nachrichten wie die eines angeblich nigerianischen Astronauten, der Geld für den Rückflug aus dem All benötigt.

Andere Spam-Nachrichten sind schwerer als solche auszumachen. So sind zunehmend gut gemachte Phishing-Mails im Umlauf, die dem Empfänger suggerieren, von einer Bank oder einem Online-Versandhaus zu stammen. Innerhalb der Mail wird man darauf hingewiesen, dass man dringend sein Passwort ändern oder sich auf einer Website einloggen müsse, da ansonsten das Konto gesperrt werde. Meist enthält die Nachricht einen Link, der zu einer Internetseite führt, die dem Original sehr ähnlich ist – allerdings handelt es sich tatsächlich um eine Fälschung, über die Kriminelle an Passwörter herankommen wollen, um so Geld oder Daten zu erbeuten.

Eine weitere Variante sind Rechnungen oder Mahnungen vermeintlicher Rechtsanwaltskanzleien. Bei solchen Nachrichten befindet sich meist eine Datei im Anhang, die angeblich weitere Informationen enthält. Tatsächlich verbirgt sich im Anhang aber ein Virus oder ein anderes Schadprogramm, das sich beim Öffnen installiert.

Wie schützt man sich vor schädlichen Spam-Nachrichten?

Zunächst einmal ist Wachsamkeit das oberste Gebot. Viele Spam-Mails lassen sich anhand von Dingen wie Rechtschreibfehlern, einer fehlenden direkte Ansprache oder einem unseriös wirkenden Absender schnell als solche identifizieren. Zudem helfen Softwaretools wie Spamfilter oder Antivirusprogramme dabei, Spam-Mails und infizierte Dateianhänge zu finden und zu entschärfen. In diesem Artikel werden darüber hinaus weitere wirksame Maßnahmen vorgestellt, um erfolgreich gegen Spam vorzugehen.

Eine weitere Variante ist es, sich für sensible Themen wie Onlinebanking eine eigene E-Mail-Adresse einzurichten, die man für nichts anderes benutzt – das minimiert das Risiko, auf diese Adresse Spam-Nachrichten geschickt zu bekommen. Trotzdem muss sollte man auch dann noch jede Mail aufmerksam lesen, um festzustellen, ob sie tatsächlich von der eigenen Bank stammt oder eventuell doch eine Spam-Nachricht ist.