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Studien beweisen: E-Zigaretten machen nicht zu Rauchern

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 19. April 2016

Eine in Großbritannien veröffentliche Studie widerlegt den sogenannten Gateway Effekt. 2014 hatte das Office for National Statistics in Großbritannien die Rauchergewohnheiten untersucht und ist im Zusammenhang mit dem Konsum von Zigaretten zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Was bedeutet der Gateway Effekt?

Wenn es um das Thema E-Zigarette geht, gibt es unzählige Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Während viele aktuelle Tests die Unbedenklichkeit der Dampfer bestätigen, sehen andere Studien in der E-Zigarette die Gefahr, dass sich ein Nichtraucher durch den Genuss eines Dampfers zum Raucher entwickeln würde. Dieses Verhalten wird von Fachleuten auch als Gateway Effekt bezeichnet. Nach Meinung vieler Gegner der E-Zigarette sei dieser Effekt bereits erwiesen und somit hat diese negative Meinung gegenüber den Dampfern bereits Einzug in den europäischen Bundestag gefunden.Mr. Smoke berichtet auf seinen Seiten über eine Studie der Universität Hamburg, die genau das Gegenteil belegt: Die meisten Konsumenten der E-Zigarette waren bereits zuvor Raucher, bevor sie auf die weniger schädliche Alternative umgestiegen.

Gateway Effekt kann nicht nachgewiesen werden

Eine Fachpublikation auf dem Wissenschaftsportal mdpi.com bestätigte ebenfalls, dass sämtliche bislang veröffentliche Studien über den Dampfer als Einstiegsdroge an den Haaren herbeigezogen und nicht wissenschaftlich bewiesen sind. So bestätigte beispielsweise der Verbraucheranwalt Carl V. Phillips der „Smoke-Free Alternatives Association“, dass es zwar den Gateway Effekt im Medizinbereich gibt, dieser Umstand jedoch nicht auf eine E-Zigarette und Tabakwaren eins zu eins übertragen werden kann.

Auch in der Zeitschrift Public Health wurde ein Fachartikel veröffentlicht, der die Methodik der meisten Studien, die sich mit dem Thema Gateway Effekt bei der E-Zigarette beschäftigen, als fehlerhaft und mit auffälligen Mängeln behaftet sieht: Schlussfolgerungen werden nicht durch Fakten abgedeckt. In der Studie des Office for National Statistics waren lediglich drei Prozent der Konsumenten von E-Zigaretten zuvor Nichtraucher. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass Dampfer nicht zum Nikotinkonsum animieren und somit der Gateway Effekt nicht belegt werden kann.

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Über die Hälfte der Dampfer Nutzer würden gemäß der Studie auch Tabak konsumieren. Das ist ein Hinweis darauf, dass die E-Zigarette tatsächlich zur Rauchentwöhnung genutzt wird und die schädliche Tabakzigarette zumindest teilweise ersetzt. Zudem liegt das Alter der Konsumenten in der Regel deutlich über 24 Jahren, was ebenfalls die Behauptung widerlegt, Minderjährige würden durch den Genuss von E-Zigaretten irgendwann zu Tabakrauchern werden.

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