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7 Tipps, wenn Sie sich als Caterer selbständig machen möchten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 14. Juni 2017

Den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen sich in Deutschland immer mehr Menschen. Besonders beliebt bei Gründern ist der Start mit einem eigenen Catering-Service, da hier ein vergleichsweise geringer Aufwand zu stemmen ist. Für Gründer in der Cateringbranche ist es dennoch wichtig, die eigenen Pflichten zu kennen und zu erfüllen. Über Wohl und Wehe des Lebens als Unternehmer entscheiden dann sowohl geltendes Recht als auch die eigene Motivation.

1. Rechtzeitige Gewerbeanmeldung

Ein Catering-Service muss – anders als beispielsweise ein Restaurant – lediglich als Gewerbe angemeldet werden. Diese Anmeldung erledigen Gründer bei der zuständigen Handelskammer oder auf dem Bezirksamt und machen hier wichtige Angaben zu sich selbst und dem neuen Unternehmen. Auf die Anmeldung zu verzichten, ist keine gute Idee. Dann nämlich drohen empfindliche Strafen, die das junge Unternehmen in Bedrängnis bringen können. Wer ganz sicher gehen möchte, meldet das eigene Gewerbe schon Monate vor dem ersten Tag als Caterer an und erspart sich so Zeitdruck und Stress.

2. Nachweise über Fachkenntnisse sammeln

Auch wenn es im Catering-Bereich nur wenige fachliche Voraussetzungen gibt, benötigen Gründer einen Nachweis über ihre Fähigkeiten im Umgang mit Lebensmitteln. Damit in der eingerichteten Küche alles hygienisch und sicher zugeht, ist eine  Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz notwendig. Weitere Informationen zu notwendigen Fachkenntnissen liefert § 4 der Lebensmittelhygiene-Verordnung.

3. Mögliches Fachpersonal einstellen

Ob besondere berufliche Voraussetzungen notwendig sind, um mit einem Catering-Service selbständig zu sein, hängt von der Art der zubereiteten Speisen ab. Backwaren und Torten beispielsweise dürfen nur Bäcker und Konditoren mit Meisterbrief zubereiten und verkaufen.

Verfügt ein Gründer nicht über eine entsprechende Ausbildung, hilft die Einstellung eines Meisters. Das ist allerdings oft zu teuer, weswegen Handelskammern unter Umständen eine Sondererlaubnis erteilen. Diese bekommen Gründer jedoch nur, wenn sie sich einer umfangreichen Prüfung unterziehen und diese bestehen. Es lohnt sich, die zuständige Handelskammer zu kontaktieren und nach weiteren Informationen zu fragen

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4. Die Einrichtung der Küche mit Bedacht planen

Die Küche, in der Speisen für Kunden zubereitet werden, muss zahlreichen hygienischen Richtlinien entsprechen. Wie das Bundeszentrum für Ernährung anmerkt, müssen alle Arbeitsgeräte und Einrichtungsgegenstände unkompliziert zu säubern und zu desinfizieren sein.

 

Wer die Einrichtung mit teurem Equipment scheut, arbeitet während der ersten Monate in einer mietbaren Küche und kümmert sich erst dann um das Anmieten oder den Kauf eigener Räumlichkeiten. Informationen zu Kosten und Möglichkeiten der Einrichtung einer eigenen Küche bieten Gastroshops wie Gastro Germany. Vor dem Kauf und der Gestaltung lohnt es sich, die zuständige Lebensmittelbehörde zu kontaktieren und nach genauen Vorgaben zu fragen. So ersparen sich Unternehmer den Aufwand nachträglicher Veränderungen und Neuanschaffungen.

5. Für das eigene Unternehmen werben

Damit potenzielle Kunden den neuen Catering-Service finden, braucht es eine clevere Werbestrategie. Diese sollte das für gewöhnlich geringe Startbudget nicht übermäßig schröpfen. In der Anfangszeit lohnen sich Maßnahmen wie:

- Annoncen in der regionalen Tageszeitung

- eine eigene Webseite

- und Flyer zum Auslegen in Tankstellen sowie Supermärkten.

Die Flyer sollten Caterer zudem bei Veranstaltungen auslegen, für die sie die Verpflegung übernommen haben. Zufriedene Gäste können sich dann direkt informieren und die Dienste des Caterers später selbst in Anspruch nehmen. Um Unmut bei den Gastgebern zu vermeiden, sollten diese jedoch vorab mit dem Auslegen von Werbematerial einverstanden sein.

6. Mobilität dank eigenem Firmenwagen

Alle Lebensmittel müssen schnell und zuverlässig zum Kunden transportiert werden. Die Investition in einen ausreichend großen Firmenwagen lohnt sich daher vor allem dann, wenn bereits einige Aufträge eingegangen sind und ein gewöhnlicher Kofferraum nicht mehr ausreicht. Der Firmenwagen sollte mit entsprechend isolierten Boxen ausgestattet werden, damit kalte und warme Speisen auch während der Fahrt nichts von ihrer Qualität einbüßen.

7. Bewusst von der Konkurrenz unterscheiden

Wer einen Catering-Service betreibt, findet sich in einer hart umkämpften Branche wieder. Aus diesem Grund sollten Unternehmer einen Weg finden, sich von anderen Caterern abzuheben. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise ein starker Fokus auf das immer beliebtere Thema Nachhaltigkeit. Auch Themenbuffets sowie vegane und vegetarische Kost sprechen Kunden an und erleichtern die Entscheidung für das Unternehmen.