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Sicher zahlen im Internet

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 30. November 2015

Gerade in der kalten Jahreszeit ersparen sich viele Verbraucher den Gang vor die Tür und shoppen Kleidung, Elektronikartikel oder Lebensmittel lieber bequem per Mausklick vom Computer aus oder über das Smartphone. Nahezu alles, was der Filialhandel zu bieten hat, lässt sich heute auch online bestellen. Letzte Herausforderung für den unbeschwerten Konsum bleibt dabei jedoch der risikofreie Zahlungsverkehr. Wir verraten Ihnen, welche Optionen zur Auswahl stehen und was Sie beachten sollten, wenn Sie Rechnungen online begleichen.

Zahlung per Kreditkarte oder Lastschriftverfahren

Das gängigste Zahlungsmittel im Internet ist die Kreditkarte. Um Rechnungen online zu begleichen, müssen Kunden beim Bezahlvorgang im Onlineshop lediglich die Kreditkartengesellschaft sowie die Kreditkarten- und Sicherheitsnummer angeben. Der Verkäufer kann das Geld augenblicklich vom Geldinstitut einziehen und die Ware versenden. Doch diese Bequemlichkeit hat auch einen Haken. Jeder, der in den Besitz dieser sensiblen Daten gelangt, kann Online-Zahlungen veranlassen. Und so haben sich Kriminelle darauf spezialisiert, die entsprechenden Informationen abzufangen. Kunden, die mit Kreditkarte zahlen, sollten daher regelmäßig ihre Abbuchungen überprüfen. Treten hier Unstimmigkeiten auf, ist es möglich, eine Rückbuchung über die Bank zu veranlassen. Gleiches gilt auch, wenn der Händler seinen Pflichten nicht nachkommt und defekte oder gar keine Ware versendet. Ähnlich unkompliziert wie die Kreditkartenzahlung ist das Lastschriftverfahren. Doch die Zahlungsmethoden teilen auch das Risiko. Auch beim klassischen Bankeinzug müssen sensible Zahlungsdaten übermittelt werden, die in falsche Hände geraten könnten. Dementsprechend steht Kunden auch hier ein Rückbuchungsrecht zu.

Bezahlanbieter und Prepaidkarten

Mehr Sicherheit versprechen Bezahlanbieter wie PayPal, Click & Buy oder Giropay. Hier läuft die Transaktion über ein virtuelles Kundenkonto. Sensible Bankdaten müssen Internetnutzer so nicht preisgeben. Da aber auch das Konto beim Bezahlanbieter mit echtem Geld aufgestockt werden möchte, werden entsprechende Informationen bei diesem hinterlegt. Internetkriminelle, die an die Login-in-Daten eines Kundenkontos gelangen, können so dennoch erheblichen Schaden anrichten. Es ist daher Vorsicht vor Phishing-Mails und unseriösen Online-Anbietern geboten. Wer gänzlich ohne Angabe persönlicher Informationen und Bankdaten im Internet shoppen möchte, sollte auf Gutscheine oder Prepaidkarten wie die Paysafecard zurückgreifen. Diese werden im Filialhandel erworben und anschließend online eingelöst. Doch auch hier gilt es, gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, damit der Shopping-Spaß nicht zum bösen Erwachen wird.

Kauf per Rechnung, Nachnahme oder Vorkasse

Maximalen Schutz vor Internetbetrügern sichern sich Online-Shopper bei einem Kauf auf Rechnung. Hier fließt das Geld erst, wenn die Ware sicher beim Kunden angekommen ist. Bei Händlern ist diese Zahlungsmethode jedoch unbeliebt. Denn auch auf der Kundenseite gibt es schwarze Schafe. Wird eine Rechnung nicht ordnungsgemäß beglichen, muss dies zeit- und kostenaufwendig eingeklagt werden. Der Rechnungskauf steht daher meist nur Stammkunden zur Verfügung. Eine entschärfte Variante des Rechnungskaufs ist die Zahlung per Nachnahme, bei der der Kunde die Ware bei Empfang an der Wohnungstür bezahlt. Da dieser Service in der Regel jedoch über Drittanbieter abgewickelt wird, müssen Händler bei der Zahlung per Nachnahme meist einen Aufpreis berechnen. Die liebste Zahlungsmethode des Online-Händlers ist die Vorkasse. Dabei geht der Kunde in Vorleistung und die Ware wird erst dann versendet, wenn das Geld beim Verkäufer eingegangen ist. Im Gegensatz zum Rechnungskauf trägt hier der Kunde das gesamte Risiko der Transaktion. Online-Shops sind dafür jedoch bereit, Rabatte einzuräumen.

Egal, für welche Bezahlmethode Sie sich entscheiden, um sich optimal gegen Internetbetrüger abzusichern, sollten Sie prinzipiell bei jeder Transaktion auf eine verschlüsselte Internetverbindung  achten und Zahlungen nur von eigenen Endgeräten vornehmen, deren Betriebssystem und Antiviren-Software auf dem aktuellen Stand sind.

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