Morgens in die Schule zu gehen bringt den Teenagern gar nichts!

von Portrait von Diogenis Panagiotidis Diogenis Panagiotidis
Veröffentlicht am 19. Januar 2015

Morgens in die Schule zu gehen ist für fast jeden Schüler der absolute Horror. Bei der ersten Schulstunde nicht sofort wieder einzuschlafen ist ein harter Kampf und wenn der Lehrer das anteilfremde Verhalten wahrnimmt, steigt man ganz rasch die Sympathieskala runter. Wer kennt es nicht? Der Wecker wird auf drei verschiedene Zeiten eingestellt und selbst dann kann das Wach werden nicht auf Anhieb funktionieren. Teenager gehen vor 24 Uhr nicht gerne ins Bett. Das ist ein Fakt. Vor der Konsole, dem Computer oder dem Smartphone zu hängen ist keine Seltenheit. Gerne kommt dann auch der Spruch von der Mutter, dass man nur so müde ist, weil man nicht früh genug ins Bett geht. Die mediale Einwirkung auf unser Leben soll auch daran Schuld sein. Dies denken zumindest die Eltern, aber Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Göran Hajak, spricht mit SPIEGEL-ONLINE über genau dieses Problem.

Herr Hajak sieht die Schuld für die permanente Müdigkeit und die Schwierigkeit morgens aus dem Bett zu kommen ganz wo anders. Er ist der Meinung, dass es etwas mit der Biologie des Menschen zu tun hat. Dementsprechend könnte ein Mensch, welcher auf einer Insel ohne Internet und sonstigem Einfluss gelassen wurde, ebenso wenig schneller Einschlafen. Er würde auch erst nach 24 Uhr schlafen. Außerdem stellen wir uns gegen die Natur. Durch die Erfindung der Elektrizität können wir den frühen Morgen erhellen und dem täglichen Geschehen nachgehen. Dies sei unnatürlich und wenig produktiv.

Irgendwann, ab 30 Jahren, haben wir den Rhythmus aber verinnerlicht. Anschließend fällt das Aufstehen nicht mehr so schwer, wie damals in der Schule.

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