Konsum von Crystal Meth nimmt stark zu

von Portrait von Susanna Salber Susanna Salber
Veröffentlicht am 24. März 2014

Crystal Meth ist eine der härtesten Drogen auf dem Markt. Die synthetische Droge macht extrem schnell abhängig und lässt den Körper in rasanter Zeit verfallen. Der Konsum steigt in Deutschland immer mehr an. Das zeigt auch die Studie der Drogenbeauftragten zum Missbrauch von Amphetamin und Methamphetamin in Deutschland, die am 10.03. veröffentlicht wurde.

Methamphetamin – umgangssprachlich Crystal Meth – ist ein hochwirksames (halb)synthetisches Stimulans auf Amphetaminbasis. Es gilt als das Kokain der Armen. Die Droge lässt sich in Laboren billig herstellen und ist deswegen auch auf dem Markt günstig. Über Tschechien findet die Droge immer mehr ihren Weg nach Deutschland: "Wir erleben derzeit eine Ausweitung aus dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet bis hin in grenzfernere Regionen, insbesondere deutsche Großstädte", sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Crystal Meth hält lange wach, blockiert körperliche Schmerzen, enthemmt, euphorisiert.

Erstaunlich ist, dass in Deutschland sehr unterschiedliche Gruppen Amphetamin oder Methamphetamin konsumieren: „Die Studienautoren haben innerhalb der knapp 400 befragten Personen sieben Gruppen identifiziert, zu denen sich die Konsumierenden zuordnen lassen: Einnahme im Freizeitbereich, im schulischen Bereich, im Ausbildungs- oder beruflichen Kontext, in der schwulen „Party-Szene“, bei psychischer Komorbidität, Konsumenten mit Kindern und solche mit besonders riskanten Konsumgewohnheiten.“

Fast 400 Konsumenten von Speed und Crystal haben die Wissenschaftler für ihre Studie befragt. Das ist noch keine repräsentative Zahl, aber schafft einen Überblick. Die Teilnehmer waren zwischen 15 und 63 Jahre alt. Als wichtige Motivation zum Griff nach Crystal Meth wurde die angenehme Wirkung gennant. Dazu ist der Suchtdruck bei Crystal Meth extrem hoch.
Auffällig oft spielen Sex und das Arbeitsleben eine Rolle beim Konsum von Crystal Meth. Das entspricht auch dem „Versprechen“, das Chrystal Meth gibt: Leistungssteigernd, schmerzstillend und aufputschend wirkt sie primär. Doch besonders die Langzeitfolgen sind verehrend. Nervenschäden, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Zahnausfall, Herzprobleme und Psychosen sind die möglichen Folgeschäden des Konsums. Die Wirkung von Methamphetamin ist Wissenschaftlern schon lange bekannt. Im zweiten Weltkrieg wurde es sehr niedrig dosiert in der sogenannten Panzerschokolade verarbeitet, um die Soldaten der Wehrmacht wach und aggressiv zu halten.