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Geld per Minikredit sofort aufs Konto: Optimal für Zahlungsengpässe?

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 6. April 2017

Unverhofft kommt oft – und meist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Meist geht nämlich die Waschmaschine oder ein anderes wichtiges Gerät genau dann kaputt, wenn das Konto gerade leer ist und bis zum nächsten Gehaltseingang noch mehrere Tage oder vielleicht sogar Wochen liegen - oder eine wichtige Rechnung, etwa für Strom oder Telefon, die übersehen wurde, muss bezahlt werden. In diesen Fällen bietet sich ein Minikredit an, um den kurzzeitigen finanziellen Engpass zu überbrücken. Und das Beste: Ein Minikredit wird von den Finanzdienstleistern – anders als Darlehen über größere Summen – schnellstmöglich bearbeitet, sodass der Betrag nach der Bewilligung sofort auf dem Konto zur Verfügung steht.                                               

Lohnenswert ist ein Minikredit dank der günstigen Zinsen aber laut dem Vergleich auf minikreditsofort.net aber nur dann, wenn die Verbraucher auf teure zusätzliche Optionen, wie die Sofortauszahlung oder die Rückzahlung in mehreren Raten, verzichten. Denn für diese Optionen verlangen die Anbieter – teilweise nicht unerhebliche – Gebühren. Der Grund für diese zusätzlichen Angebote liegt darin, dass ein Kleinkredit keine allzu langen Laufzeiten hat – meist können ihn die Kreditnehmer bereits nach einem oder zwei Monaten zurückzahlen. Beim Minikredit gibt es gar Laufzeiten ab 7 Tagen, wobei 30 Tage Laufzeit als Standard gilt. Entsprechend gering ist die Marge der Online-Bank bei den Zinsen.

Was ist ein Minikredit?

Ob ein Kleinkredit als solcher bezeichnet wird, hängt von der Höhe des Darlehens ab. In der Regel werden kurzzeitige Kredite von Beträgen bis zu 3.000 Euro als Minikredit bezeichnet. Allerdings gibt es hier keine einheitlichen Regeln, sodass einige Banken sogar Darlehen bis zu einer Höhe von 10.000 Euro noch als "Kleinkredit" bezeichnen. Für den gemeinen Verbraucher natürlich eine ordentliche Stange Geld.

Das Besondere an Mikrokrediten ist die Tatsache, dass hier gegenüber Darlehen über hohe Beträge einige Vereinfachungen gelten. So läuft beispielsweise die Kreditwürdigkeitsprüfung einfacher ab und es reicht üblicherweise aus, wenn der Kreditnehmer seine Lohn- und Gehaltsabrechnungen vorlegt – weitere Sicherheiten sind meist nicht erforderlich. Und auch ein Verwendungszweck muss nicht angegeben werden. Kleinkredite gibt es übrigens bereits seit Mitte der 1930er Jahre. Einheitliche Regeln führten die deutschen Großbanken aber erst im Mai 1959 ein, als von diesen persönliche Kleinkredite zwischen 300 und 2.000 Euro angeboten wurden.

Welche Alternativen gibt es zum Minikredit?

Verbraucher, die kurzzeitig in finanziellen Schwierigkeiten stecken, haben allerdings noch einige Alternativen zum Minikredit. Die wohl bequemste und unkomplizierteste Möglichkeit ist der Dispokredit. Hierbei handelt es sich um die Option, dass Privatpersonen ihr Konto bis zu einem gewissen Grad überziehen können und dafür niedrigere Zinsen zahlen müssen als für eine Kontoüberziehung ohne Dispositionskredit. Allerdings ist der Überziehungskredit, wie der Dispokredit auch genannt wird, so bemessen, dass er in einem vertretbaren Verhältnis zu den regelmäßigen Zahlungseingängen auf dem Girokonto steht. In der Praxis hat es sich bewährt, dass der Dispokredit auf einen Betrag limitiert ist, der dem zwei- bis dreifachen Wert der regelmäßigen Zahlungseingänge entspricht.

Eine weitere Alternative zum Minikredit ist das Geldleihen von Privatpersonen. Wer niemanden im Bekanntenkreis hat, den er um ein privates Darlehen bitten könnte, findet private Geldgeber auf verschiedenen Plattformen im Internet. Ähnlich wie Banken verlangen diese vom Kreditnehmer Zinsen, wenn sie den gewünschten Betrag zur Verfügung stellen. Die Verbraucher müssen hier allerdings in der Regel ebenfalls nachweisen, dass sie über regelmäßige Einkünfte verfügen und zudem möglichst detailliert schildern, warum sie das Geld benötigen.