- (c) gänseblümchen  / pixelio.de / https://www.pixelio.de/media/622849 © gänseblümchen / pixelio.de / https://www.pixelio.de/media/622849

Einen Kredit für Weihnachtsgeschenke aufnehmen

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 11. Dezember 2017

Weihnachten ist das Fest der Liebe, doch traditionell natürlich auch das Fest der Geschenke. Mehr als 90 Milliarden Euro werden die Deutschen 2017 in Form von Päckchen, Gutscheinen, Parfums, Kleidung und anderen Präsenten unter den Weihnachtsbaum legen. Doch nicht immer ist für den Wunsch nach großzügigem Schenken auch das nötige Geld verfügbar. Viele Verbraucher greifen deshalb auf einen Kredit zurück.

Rund 465 Euro will jeder Deutsche 2017 laut einer repräsentativen Umfrage der FOM Hochschule unter mehr als 50.000 Teilnehmern für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Bei Rentnern ist die Bereitschaft zum Geldausgeben sogar noch höher. Laut der gleichen Erhebung wollen sie im Durchschnitt 545 Euro in Weihnachtspräsente investieren. Doch mit diesen Kosten werden lediglich die Geschenke bestritten. Tatsächlich ist die gesamte Weihnachtszeit meist kostspieliger.

Neben Präsenten wird Geld für gutes Essen benötigt, manch einer geht Verwandte besuchen und muss mit zusätzlichen Fahrtkosten rechnen. Darüber hinaus ist das Jahresende prädestiniert für Betriebskostenabrechnungen, die pünktlich zum Jahreswechsel hereinflattern. Während manch gutverdienender Arbeitnehmer mit seinem 13. Monatsgehalt alle Zusatzkosten decken kann, sind für andere gerade Weihnachten und der Jahreswechsel echte Konto-Leerräumer. Um diesem Dilemma zu entgehen, gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: vorher sparen, keine Geschenke machen oder einen Kredit aufnehmen.

Die nötige Disziplin, um regelmäßig Geld für Weihnachten zurückzulegen, bringen die wenigsten Verbraucher auf. Dabei wäre das am einfachsten: Wer schon im Januar beginnt, monatlich 50 Euro beiseite zu packen, hätte im Dezember 550 Euro fürs Christmas-Shopping zur Verfügung. Gar keine Geschenke sind auch keine Lösung. Denn wer möchte schon in enttäuschte Kinderaugen blicken oder sich schlecht fühlen, weil er Freunden und Verwandten nichts zu Weihnachten schenkt? Bleibt schließlich noch der Kredit.

Mit dem Dispokredit Weihnachtsgeschenke kaufen

Der Dispokredit ist eine sehr praktische Kreditlösung. Er muss nicht separat beantragt werden und wird meist schon bei der Kontoeröffnung eingerichtet. Je nach Höhe der Geldeingänge kann er zwischen 500 und mehreren tausend Euro betragen. Wer weiß, dass er den Dispo wirklich nur vorübergehend ausreizt und schon im Januar oder Februar mit ausreichendem Kapitalzufluss rechnet, kann diese Möglichkeit tatsächlich fürs Geschenkekaufen nutzen. Allerdings sollte der Dispo nicht zur Dauereinrichtung werden. Denn für diese Serviceleistung verlangen Banken in der Regel mehr als zehn Prozent Zinsen. Wer also vor Weihnachten 1.000 Euro ins Minus geht und diesen Kontostand im Laufe des Jahres nicht ausgleicht, zahlt mehr als 100 Euro dafür.

Bei Ratenkrediten tatsächlichen Bedarf und Sinn prüfen

Auch wenn Ratenkredite heute dank des Internets mit wenigen Klicks beantragt und ausgezahlt werden können, sollten Verbraucher vorher gut überlegen. Denn mit einem Ratenkredit gehen sie eine Verpflichtung ein, die dafür fälligen Raten pünktlich und regelmäßig zu zahlen. Somit ist eine solide Haushaltsrechnung im Vorfeld das Mindeste, was zu tun ist. Zugleich ist es wichtig, den tatsächlichen Kreditbedarf zu prüfen. Muss es zum Beispiel wirklich der Goldschmuck zu Weihnachten sein oder die neueste Spielekonsole?

Wer sich am Ende wirklich für einen Ratenkredit entscheidet, sollte die Laufzeit möglichst gering halten. Empfehlenswert ist bei Kleinkrediten um 1.000 Euro eine Laufzeit von maximal 12 Monaten. So ist der Kredit bis zum nächsten Weihnachtsfest garantiert abbezahlt.