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Eigenheim: Was smarte Bauherren bei Neubau & Renovierung beachten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 29. März 2018

Wo der Bau boomt, gibt es für Um- & Neubauten von der Bauplanung bis zum Bauantrag zahlreiche Dinge zu beachten.

Anbau, Umbau, Neubau: Seit 2015 bestätigen Statistiken zu landesweiten Baumaßnahmen den deutschen Bauboom. Mieter zahlen immer mehr und die Angst vor Inflation ist groß. Aus diesen und ähnlichen Gründen erfüllen sich zunehmend mehr Menschen den Traum vom Eigenheim. Sowohl beim Neubau als auch bei Umbauten und Renovierungsarbeiten ist überlegtes Vorgehen gefordert.

Bloß nicht verplanen

Im Rahmen aller Baumaßnahmen stellt die Terminierung die erste Herausforderung dar.  Wie berichtet, eignen sich die milden Temperaturen des Frühjahrs beispielsweise ideal für Renovierungs- und Modernisierungsanliegen. Nicht nur der richtige Zeitpunkt für die Bauarbeiten sollte vor Beginn aber gut überlegt sein. Damit (sich) Bauherren nicht(s) verplanen, ist professionelle Bauplanung in Form von Vor- und Entwurfsplanung ein Muss. Bei der Vorplanung stellt sich die Realisierbarkeit der geplanten Maßnahmen heraus. Die exakten Entwürfe der Entwurfsplanung bilden schließlich die Grundlage für Bauanträge beim Bauamt. Am Ende der Planungsphase steht eine genaue Vorstellung von Terminen, Einzelmaßnahmen und finanziellen Rahmenbedingungen. Wer bei seinen Renovierungsarbeiten nichts am Bestandsbau verändert, kann unter Umständen auf die Bauplanung und den Bauantrag verzichten. Die Finanzen sollte man trotzdem berücksichtigen.

Finanzen im Blick behalten

Bauen kostet. Abhängig von den geplanten Maßnahmen rücken im Rahmen der Finanzplanung Zuschüsse und Finanzierungsoptionen in den Mittelpunkt. Im Einzelfall kosten schon kleinere Modernisierungen und geringfügige Umbauarbeiten hohe Preise. Aktuell gilt das zum Beispiel für die Nachrüstung von Sicherheitstechnik. Obwohl Städte wie Münster relativ einbruchssicher sind, haben sich sicherheitstechnische Nachrüstungen seit dem deutschen Rekordeinbruchsjahr 2015 zu den mit verbreitetsten Umgestaltungsmaßnahmen entwickelt. Von Alarmanlagen, Fingerabdrucksensoren, Kameras und sensorgesteuerter Außenbeleuchtung bis hin zu Sicherheitsschlössern und Fensterverstärkungen können sich die Kosten für eine solche Nachrüstung im fünfstelligen Bereich bewegen, bestünden keine Bezuschussungsmöglichkeiten für Sicherheitstechnik. Auch für altersgerechte Umbauten gibt es Sonderzuschüsse. Die Rücksprache mit einem versierten Berater ist deshalb eine empfehlenswerte Maßnahme für die Finanzplanung.

Mit Fachmännern Geld & Nerven sparen

Egal, ob Neubau, Umbau oder Renovierung: Viele Bauherren überschätzen sich selbst, woraus sich Horrorszenarien entwickeln können. Baumaßnahmen à la DIY enden schlimmstenfalls im Finanzloch. Solange größere Arbeiten anstehen als simples Laminatverlegen, ist die Kontaktaufnahme mit Fachmännern immer ratsam. Obwohl der Verzicht auf Experten auf den ersten Blick Geld zu sparen scheint, vermeidet man durch Einsatz der Experten dennoch unnötige Fehler. Gehen Baumaßnahmen aufgrund mangelnden Fachwissens schief, können kostspielige Bauschäden entstehen. Die Reparatur solcher Schäden kostet nicht nur Geld, sondern vor allem Nerven. Deshalb die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen und schwierigere Arbeiten immer in Expertenhände geben.