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Eigenheim in der Schweiz: Gute Lage lässt man sich (gerne) etwas kosten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 15. März 2017

Hohe Nachfrage, steigende Immobilienpreise – seit der Senkung des Leitzinses ist die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt angespannt. Wer auf der Suche nach einem Haus oder einer Eigentumswohnung ist, muss insbesondere in den Ballungszentren einen langen Atem haben. Doch auch in der benachbarten Schweiz, die als Land mit sehr hoher Lebensqualität gilt, haben die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark angezogen. Eine gute Lage steht auf der Wunschliste der meisten Suchenden ganz oben – allerdings ist sie häufig unbezahlbar.

Der (teure) Traum vom Eigenheim in der Schweiz

Soll es eine schöne Eigentumswohnung in Zürich sein oder ein schnuckeliges Häuschen im ländlichen Jura oder Tessin? Die Vorstellung, in der benachbarten Schweiz seine eigenen vier Wände zu haben, erscheint vielen Deutschen ziemlich verlockend. Schließlich sind Immobilien in Anbetracht der nicht existenten Sparzinsen heutzutage fast schon die beste – wenn nicht die einzige – Wahl, wenn es um eine gute Geldanlage geht. Wer in eine Immobilie in der Schweiz investieren möchte, muss allerdings über einiges Kapital verfügen. Laut dem Immobilienreport der ETH Zürich und dem Vergleichsportal Comparis sind die Immobilienpreise insbesondere in den beiden Kantonen Zürich und Zug sehr hoch.

Wie viel darf es kosten? Die regionalen Unterschiede sind enorm

Für ein mittelgroßes Haus (5 bis 6,5 Zimmer) in Zug oder Meilen müssen Käufer rund 2.225.000 Schweizer Franken bezahlen. Das sind bei einem Wechselkurs von 0,93 (Stand 07.03.2017) rund 2.075.143 Euro. In Pruntrut (Jura) oder Leventina (Tessin) zahlt man für ein ähnlich großes Haus nur knapp ein Fünftel dieses Preises. Die Lage ist eben alles – da bildet die Schweiz keine Ausnahme. Einen Einfluss auf die Immobilienpreise haben aber noch andere Faktoren, beispielsweise die Wirtschaftssituation der Region sowie die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Wer beim Immobilienkauf in der Schweiz unabhängig von der Region sparen will, sollte die Entscheidung für eine Hypothek überlegt treffen – dazu gehört auch ein gründlicher Check verschiedener Angebote mithilfe eines Hypothekenrechners.

Die richtige Hypothek – vergleichen und sparen

Zudem sollten Kaufwillige nicht nur die Angebote verschiedener Banken vergleichen, sondern auch Pensionskassen und Versicherungen mit einbeziehen. Empfehlenswert sind mindestens drei bis fünf verschiedene Angebote für das gleiche Produkt. Wer zu dem Schluss kommt, dass eine eigene Immobilie doch zu teuer ist, der Traum vom Leben in der Schweiz aber weiterhin besteht, kann sich immer noch nach einer Mietwohnung umsehen. Denn zurzeit ist es relativ leicht, im Nachbarland eine Wohnung mit einer vergleichsweise niedrigen Miete zu finden.