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Der steigenden Zahl an Fahrraddiebstählen gegenübertreten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 28. August 2017

Das Fahrrad gewinnt immer mehr an Beliebtheit und das sowohl auf dem Land als auch in den Städten. Für die einen ist es dabei ein attraktives Accessoire für eine nette und erlebnisreiche Freizeitgestaltung. Für die anderen ist es aber teilweise auch das wichtige und oft auch einzige Fortbewegungsmittel. Gerade in größeren Städten, wo Parkplätze Mangelware sind und einem die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel lästig sind, greifen immer mehr Menschen auf das Fahrrad zurück, um die Wege hinter sich bringen, die der Alltag so mit sich bringt. Leider steigt nicht nur die Zahl der Fahrräder auf den deutschen Straßen, sondern auch die Zahl der Diebstähle eines solchen Zweirads wächst und wächst. Alle 90 Sekunden ein Fahrrad, knapp 900 am Tag, über 340.000 im Jahr – beeindruckende oder eher beängstigende Zahlen und vor allem Werte, die einem deutlich machen, dass es einen schnell selber treffen kann.

Maßnahmen gegen einen drohenden Diebstahl

Mitunter sind die Fahrräder heute sehr teuer und gerade dann ist ein Diebstahl natürlich besonders ärgerlich. Aber auch wenn man nur ein günstiges Zweirad besitzt, das einem aber wichtige Dienste leistet, wie zum Beispiel beim Weg zur Arbeit, sollte man alles dafür tun, den Diebstahl eines solchen Fortbewegungsmittel zu vermeiden. Es gibt Gegenden, in denen man besonders aufpassen muss, wie zum Beispiel Münster, Magdeburg, Halle (Saale) und Potsdam, die in der Statistik der Fahrraddiebstähle ganz oben liegen. Letztendlich muss man aber leider überall damit rechnen, dass einem das Rad entwendet wird, weshalb man auch überall vorsichtig sein sollte. Zuhause sollte man zusehen, dass das Fahrrad nicht auf der Straße, sondern im Haus abgestellt wird – bestenfalls in der Garage oder einem abschließbaren Kellerraum. Wenn man unterwegs ist, sollte man – auch wenn man nur kurz in ein Geschäft springt – das Fahrrad grundsätzlich abschließen. Hierfür sollte man sich mit einem hochwertigen Fahrradschloss ausstatten. Dabei garantieren vor allem die in einem Fahrradschloss Test gut abgeschlossenen Modelle ein hohes Maß an Sicherheit. Wichtig ist bei einem solchen Schloss eine ausreichende Stärke und ein sehr stabiles Material, das nicht einfach mit einer Zange oder ähnlichem Equipment durchtrennt werden kann. Man sollte auch immer darauf achten, dass beim Abschließen nicht nur das Rad oder andere leicht abnehmbare Teile umfasst werden. Diese könnten die Diebe einfach entfernen und den Rest des Rades an sich reißen. Am besten ist immer den Rahmen irgendwo anzuschließen, wo man wirklich ohne Schlüssel oder die entsprechende Kombination eines Zahlenschlosses keine Chance hat, das Fahrrad fortzubewegen.

Weitere Schutzmaßnahmen gegen den Fahrraddiebstahl

Nicht immer hat man das Glück, dass ein selbst abgeschlossenes Fahrrad vor dem Diebstahl sicher ist. Neben den Gelegenheitsdieben, die ein Rad spontan auf die Schnelle zum Weiterkommen missbrauchen, gibt es auch kriminelle Banden, die immer ausgereiftere Mittel verwenden. Daher ist es neben einem optimalen Schloss auch wichtig, für den Fall vorzusorgen, dass das Rad doch einmal abhanden kommt. Hierbei sollte man die eigene Hausratversicherung prüfen und dafür sorgen, dass das Rad dort mit eingeschlossen ist. Für den Fall eines Diebstahls sollte man immer irgendwo die Rahmennummer notiert haben, die das Fahrrad als das eigene identifizieren kann. Die unerlässliche Meldung bei der Polizei hat nämlich natürlich immer zur Folge, dass das Fahrrad erst einmal auch gesucht wird und auch die Versicherung zahlt meistens erst, wenn das Fahrrad nach einer gewissen Zeit von ungefähr drei Wochen nicht wieder auftaucht. Das kann immer dann der Fall sein, wenn es wirklich nur jemand entwendet hat, der schnell irgendwo hin musste, und das Rad dann dort abgestellt hat. Daher ist auch der regelmäßige Gang zum Fundbüro empfehlenswert, wo man auch Glück mit einem abgegebenen Zweirad haben kann.