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Der Durchbruch der Merkur Spielautomaten

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 25. September 2017

Er wird der ‘Spielemacher’ genannt. Der Durchbruch des Automatenkönigs basiert auf dem Prinzip der Leistung und hat weniger mit Glück zu tun.

Es wirkt schon fast ironisch, wenn ausgerechnet Unternehmer wie Paul Gauselmann behaupten, dass Glück nur ein Volksglaube sei. Dieser Meinung sind seine Kunden ganz sicher nicht, denn schaut man sich das Vermögen an, das er durch seine Spielautomaten und Casinos erworben hat, so spricht dies durchaus für sich. Paul Gauselmann besitzt so viel Vermögen, dass es seine Enkel und Urenkel vermutlich nicht mehr ausgeben könnten. Und trotzdem glaubt er nicht an das Glück obwohl er es ist, der als großer Gewinner hervorgeht. Doch wie gelangt man allein durch Spielautomaten zu einem solchen Erfolg? Man mag sich denken „Was bitte ist sonst dafür verantwortlich, wenn es nicht auch ein bisschen Glück ist?“

Der „Automatenkönig“, wie er gerne genannt wird, erklärt sich seinen eigenen Erfolg ganz anders. Er glaubt mehr an das rationale Prinzip der Leistung, weniger an das Glück.

Sein Erfolg war nicht nur Glückssache

Technik hatte ihn schon immer begeistert. Da er das einzige Kind war, das nicht wie die Geschwister bei den Eltern, sondern zeitweise bei seiner Tante und bei seinem Onkel aufwuchs, entwickelte er früh schon Ehrgeiz und Biss. Seine Tante ermutigte ihn stets zielstrebig zu sein, sich nicht mit dem Mittelmäßigem zufrieden zu geben. Er wollte zeigen was in ihm steckt, etwas „Großes“ schaffen. Nach seiner Schule machte er also seinen Abschluss als Fernmeldetechniker, wurde später Servicetechniker für einen Importeur von Musikboxen. Danach machte er sich selbständig und wechselte schließlich 1957 in das Automatengeschäft. 15 Jahre später, 1972, begann er eigene Spielautomaten zu bauen und zwei weitere Jahre später schließlich, öffnete er sogar seine erste eigene Spielothek.

Der Durchbruch der Merkur Spielautomaten

Den Durchbruch erlang er 1977 mit der Erfindung des Spielautomaten Merkur B. Seit der Entwicklung dieses ersten eigenen Spielgeräts, hat das Unternehmen über zwei Millionen dieser Automaten produziert, über 300 Patente angemeldet und mehr als 100. 000 Spiele entwickelt. In nur fünf Jahren treibt Gauselmann die nach ihm benannte „Gauselmann-Gruppe“ derart voran, sodass sie schließlich zum Weltkonzern wird.

In Deutschland besitzt Gauselmann 200 Spielotheken, weitere 100 im Ausland. Außerdem gibt es über 11 Länder verteilt circa 100 Merkur Casinos mit den berühmten Merkur Spielen. Dadurch hat er sich einen ziemlich gehobenen Lebensstandard erarbeitet. Sein errichtetes Spieleimperium im ostwestfälischen Espelkamp erwirtschaftet circa ein Geschäftsvolumen von 1,8 Milliarden Euro.

Die Merkur Sonne im Online Casino

Zur Gauselmann Gruppe gehören zudem die Merkur Casinos die hauptsächlich die Merkur-Spielautomaten anbieten. Die hauseigene Software von der Entwicklungsfirma, Merkur Interactive GmbH, in HD Qualität, muss nicht heruntergeladen werden. Man spielt die Spiele direkt im Browser. In einem Merkur Online Casino, welches das Logo mit der lachenden Sonne auszeichnet, findet man eine zahlreiche Auswahl an Slots die man auch, nach einer Anmeldung, kostenlos auszuprobieren kann. Das Angebot an Automatenspielen wird durch die klassischen Tischspiele wie Roulette, Blackjack, Baccarat, Poker abgerundet.

Am Ende ist es doch Glück…

Gauselmanns Geschäft ist jedoch ebenso umstritten wie erfolgreich. Er wird reich durch das Geld von Spielern, die dieses oftmals blind in seine Automaten stecken. Ab und zu haben sie „Glück“ und gewinnen. Doch am Ende des Tages ist es immer Gauselmann, der gewinnt. Die Frage was er dazu sagt, dass es Spielsüchtige gibt, die sein Vermögen letztlich auch wachsen lassen, beeindruckt ihn wenig. Alles kann süchtig machen, wenn man es zu oft tut. So lautet seine Argumentation. Und so gerne man daraufhin etwas erwidern möchte, Recht hat er damit allemal.