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Das Vermächtnis von Stephen Hawking

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 26. März 2018

Am 14. März 2018 verstarb der weltweit renommierte Physiker Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren. Mit seinem Lebenswerk inspirierte er ganze Generationen von Naturwissenschaftlern und war auch außerhalb der Wissenschaft durch seine Publikationen und medialen Auftritte eine einflussreiche Person des öffentlichen Lebens. Er selbst glaubte zwar nie an ein Leben nach dem Tod, aber Hawking erhielt weltweit die letzte Anerkennung auf eine Art, die ihm zu Lebzeiten sicherlich gefallen hätte. Es ist die Fangemeinde, zu der auch viele berühmte Persönlichkeiten zählen, durch die er weiterleben wird. Dazu gehören jedoch nicht nur andere Wissenschaftler, sondern auch Popstars wie die Sängerin Katy Perry. Doch woher kam die Faszination um die Person des Stephen Hawking und was waren seine größten Errungenschaften?

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Legende der Astrophysik

Leben und Forschung

Stephen Hawking wurde 1942 in Oxford geboren und nach Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs er im nördlichen Teil Londons auf. In der Schule fokussierte sich der junge Stephen auf Leistungskurse wie Chemie, die Mathematik blieb nur ein Nebenfach. Er sollte nämlich in die Fußstapfen seines Vaters treten und Arzt werden. Noch bevor er die Schule absolvierte, bewarb er sich bei der Universität Oxford und erhielt ein Studienstipendium. 1962 machte er dort seinen Bachelor und wechselte zur Universität Cambridge, wo er sich auf seine Promotion in theoretischer Astronomie und Kosmologie konzentrierte und 1966 seinen Ph.D. mit der Dissertation "Properties of expanding universes" machte. Nach Erhalt seines Doktortitels blieb Hawking als Forscher weiter an der Universität beschäftigt.

Der Astrophysiker wurde besonders durch seine Theorien über die Kosmologie berühmt. Dabei zeichnete seine Arbeit besonders der zugängliche, lesbare Schreibstil aus, mit seiner populärwissenschaftlichen Rhetorik schaffte er es, ein breites Publikum ansprechen zu können und vielen Menschen die Grundlagen der Physik näherzubringen. Sein Lieblingsthema war jedoch das Phänomen der Schwarzen Löcher: Hier stellte er die Theorie auf, dass diese nicht ewig existieren, sondern langsam verdampfen würden, da sie Strahlung abgeben. Diese wurde sogar als Hawking-Strahlung nach ihm benannt und reiht sich damit in eine Liste von physikalischen Effekten ein, die seinen Namen tragen.

Umgang mit seiner Krankheit

1963 wurde Hawking mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) diagnostiziert, die eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems ist. Diese begann schrittweise, seine körperlichen Fähigkeiten einzuschränken, wobei seine geistigen Fähigkeiten davon nicht betroffen waren. Anders als viele andere Menschen, ließ er sich durch die Krankheit jedoch nicht aufhalten und startete umso motivierter durch. Nicht nur sein Doktortitel, sondern auch die Heirat mit der Romanistin Jane Wilde wurden zu Höhepunkten in seinem Leben. Mit Wilde bekam Hawking drei Kinder. 1968 zwang die ALS ihn in den Rollstuhl und beeinträchtigte ebenfalls seine Sprachfähigkeit: Als 1985 noch eine starke Lungenentzündung hinzukam, verlor er die Fähigkeit, zu sprechen.

Für immer mehr Menschen hat sich das Smartphone als ein zunehmend unverzichtbarer Wegbegleiter im Alltag etabliert. Bei Stephen Hawking musste aufgrund seiner Krankheit ein ganz großes Stück weiter gegangen werden: So benutzte er einen Sprachcomputer, der ihm half, sich mit anderen Menschen unterhalten zu können. Dieser Sprachcomputer wurde über die Zeit hinweg immer ausgeklügelter und im Jahre 2014 erhielt Hawking ein Sprachsystem, welches er mit nur einem Muskel in der Wange steuern konnte.

Hawkings Position zu Künstlicher Intelligenz

Auch abseits der reinen Naturwissenschaften hatte Stephen Hawking Meinung viel Einfluss. In der weiter anhaltenden ethisch-philosophischen Debatte über die Gefahren von Künstlicher Intelligenz bezog Hawking eine klare Position: Seiner Meinung nach würde die Gefahr nicht von einem Roboteraufstand ausgehen, sondern von gierigen Menschen. Obwohl der Wissenschaftler vor zu hoch entwickelten Androiden warnte, sah er bei Robotern und Maschinen als solches kein Problem. Er machte sicher eher Sorgen vor einem weiteren Anstieg der Verteilungsungleichheit, welche von Besitzern moderner Maschinen in der Zukunft ausgenutzt werden könnte.

"If machines produce everything we need, the outcome will depend on how things are distributed" - Stephen Hawking

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Trotz aller Ängste - vom Fortschritt haben Menschen immer schon profitiert

Die Menschen hatten immer schon Angst vor Fortschritt, Hawking aber suchte immer nach "dem Neuen" und versuchte, Innovation voranzutreiben, so gut er konnte. Die fortschreitende Entwicklung der Künstlichen Intelligenz ist nur ein weiterer Aspekt. Die Geschichte beweist aber, dass moderne Technologien mehr positive als negative Aspekte mit sich bringen.

Selbstfahrende Autos

So verhält es sich auch mit den selbstfahrenden Autos. Trotz des tragischen Uber-Unfalls in den USA, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig, dass die Computer und autonome Fahrzeuge die Verkehrsunfälle um ganze 90 % reduzieren können. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis Computer vollständig das Lenkrad übernehmen können. Das Berliner Start-up German Autolabs entwickelt daher einen digitalen Beifahrer, mit dem man mit Hilfe von Gestik und Sprachbefehlen sein Smartphone während des Fahrens verwalten kann.

Unterhaltungsbranche

Auch in der Unterhaltungsindustrie würde man durch intelligente Technologien Vorteile sehen. Wer in traditionellen Casinos unterwegs ist, hat mit echten Dealern zutun. Sicherlich ist die soziale Interaktion hier eine gute Sache, doch wird das Geschäft im Internet immer wichtiger. Hier sind dem Einsatz von echten Dealern Grenzen gesetzt. Abhilfe leisten hier Live Casinos wie bei Betway Casino, bei denen man per Videostream mit anderen Menschen verbunden ist. Als weitere Alternative entwickeln sich parallel rein digitale Systeme, bei denen Computer das Spiel verwalten und Fehler somit noch weiter reduziert werden können.

Landwirtschaft

Ein weiterer Vorteil der KI kann in der Landwirtschaft gefunden werden. Die Weltbevölkerung wächst ständig und soll laut Angaben der UNO bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Landwirte müssen die Ernte hier um 50 % steigern - was sich allerdings als schwierig erweist, da die Anbauflächen immer kleiner werden. Mithilfe von KI können bestehende Flächen optimaler genutzt werden und die Bodenqualität für neue Flächen effizienter ermittelt werden.

Krebsbehandlung

Ein ganz großes Thema ist der Einsatz von KI in der Medizin. Durch immer bessere Technologien können Menschen zwar immer längere Lebensspannen erreichen und gesünder leben, Krebserkrankungen stellen aber noch immer ein großes Problem dar: Alleine in den USA gab es 2017 knappe 1,7 Millionen Neuerkrankungen und mehr als 600.000 Todesfälle. Hochleistungs-Computer sollen Onkologen in der Zukunft die Möglichkeit geben, mit Hilfe von ausgeklügelten KIs Testergebnisse von Patienten aus molekularer Ebene miteinander zu vergleichen, um individuell effektivere Behandlungspläne zu erstellen.

Ruhe in Frieden

Es gibt viele Menschen, die pflegebedürftig sind und Hilfe benötigen. Stephen Hawking war einer von ihnen, doch sein genialer Verstand und sein Kampfgeist inspirierten Millionen von Menschen auf der ganzen Erde. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer brillanter Kopf in Erscheinung treten wird und dort weitermacht, wo er aufhören musste. Er sah die Zukunft der Menschheit in den Sternen. Genau dieses Ziel hat die NASA mit ihren geplanten Zukunftsmissionen ebenfalls, die man daher als eine Art Tribut an ihn verstehen kann.

Ruhe in Frieden, Stephen Hawking!