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Das Spielen die Deutschen – die beliebtesten Handyspiele

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 5. Februar 2018

In den letzten Jahren ist auch das klassische Gaming immer mobiler geworden. Vor allem aktuelle Handygenerationen sind durchaus in der Lage modernen Konsolen Konkurrenz zu bieten. Sicherlich werden Handy´s niemals Leistungsfähiger sein als eine Spielkonsole oder ein Spiel PC aber mittels Emulatoren lassen sich Spiele aus der Vorletzten Konsolengeneration bereits flüssig und ohne Probleme auf Handys zocken. Da die Emulatoren Szene allerdings noch recht klein ist und andere mobile Unterhaltungstitel den Markt dominieren wenden wir uns heute einmal den beliebtesten Spielen auf den Mobiltelefonen zu.

Charts und Grundsätzliches

Ein mobiler Spieletitel muss andere Anforderungen erfüllen wie ein klassischer Konsolentitel. Unter Konsole beziehen wir an dieser Stelle auch den PC mit ein! Zum einen muss ein erfolgreicher mobiler Spieletitel kurzweilige Unterhaltung und eine sehr geringe Einstiegsschwelle bieten, genauso wie er im Idealfall kostenlos spielbar ist. So haben sich viele Apps von großen Online casinos an die Spitze der App-Charts gemausert. Wer allerdings großartige Spiele zu geringen Preisen anbieten will der wird wohl oder übel auf einem anderen Wege monetarisieren müssen.

Die Monetarisierung ist aber das wichtigste für einen Handy App Anbieter, denn niemand möchte gerne tausende von Stunden Arbeit investieren und dafür nur das Lob der Community ernten. Klassische Spielehersteller geben ihre Spiele für Preise zwischen 40 und 70 Euro ab, ein Handyspiel kostet hingegen maximal 5 bis 15 Euro, wobei 15 Euro bereits ein Limit überschreitet das nicht mehr jeder bereit ist zu zahlen.

In den Top Charts der App—Stores befinden sich derzeit kleine, repetitive Puzzlespiele wie Toon Blast oder Candy Crush an der Spitze der Charts. Simple Spiele sind genauso hoch im Kurs, aber auch Simulationen wie World of Warships, Mafia City und Fifa Fußball erobern derzeit die Top Listen. Daraus ergibt sich aber gleichzeitig das gerade aufwendige Apps wie World of Warships Geld verdienen MÜSSEN.

Wie finanzieren sich Handyspiele?

Natürlich kostet auch die Entwicklung eines Spieles Geld, selbst die Anpassung existierender und funktionierender Spiele, wie World of Warships, das sich gerade aufmacht die Charts zu erstürmen, ist nicht von heute auf morgen geschehen. Die Spiele benötigen Serverkapazitäten, Wartung und Anpassung, für all das müssen Menschen bezahlt werden. Die Finanzierungsprinzipien sind recht einfach. Zum einen wird Geld verdient in dem man Werbung schaltet. Hier ist aber von Entwicklerseite darauf zu achten das die Werbung Sinn macht und vor allem das sie den Spielfluss nicht stört. Oftmals wird mit kostenlosen Gegenstandskisten, sogenannten Lootboxen, für das anschauen eines Werbespots gelockt.

Eine Zweite Möglichkeit sich zu finanzieren finden App-Entwickler über In-Game Käufe. Spieler erwirtschaften sich ein gewisses Level, spielen das Spiel und irgendwann wird das Spiel immer langsamer. Man braucht dann plötzlich nach ein paar Wochen Spielzeit für jede Weiterentwicklung, jede Produktion mehrere Tage. Damit ist das weiterkommen im Spiel natürlich nicht blockiert, aber sehr stark verlangsamt worden. Gegen die Zahlung von echtem Geld, meist in Summen zwischen 1,99 bis zu 100 Euro kann man dann verschiedene Pakete kaufen mit denen man das Spiel beschleunigen kann.

Welche dieser Methoden am beliebtesten ist, hängt stark vom eigentlich Spiel und dem Publikum ab.

Was zocken die deutschen am liebsten?

Aktuelle Charts belegen derzeit das vor allem simple Spiele extrem hoch im Kurs sind. Selbst die einfachsten Handyspiele wie „Lauf, Würstchen, Lauf“, „Dune“ oder „Rider“ sind in den Top 5. Aber auch Puzzle- und Ratespiele wie „Toon Blast“, „Wort Kreuz“ oder „Wort Guru“ spielen in dieser Liga mit. In den Top 25 findet man dann Klassiker wie Candy Crush Sage, die mobile Umsetzung zu Agar.io, den Candy Crush Clone Homescapes und mit dem Spiel „Idle Miner“ ein Spiel eines komplett neuen Genres, den Idle Games, die sich alleine weiterspielen wenn man gerade einmal nicht spielen kann.

Eines muss man an dieser Stelle aber auf jeden Fall erwähnt werden, die App Store Charts können sich jeden Tag ändern. Die Welt der mobilen Unterhaltung ist extrem schnelllebig und dieser Artikel kann schon wieder veraltet sein bis er veröffentlicht ist, auch wenn wir das nicht glauben. Der Einfluss auf die App-Charts kann sich bereits mit einem einzigen Artikel in einem großen Blog verändern.