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Darum bannen Buchmacher erfolgreiche Kunden oder verzögern deren Auszahlung

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 14. Mai 2018

Vereinzelt soll es vorkommen, dass bei Spielern nach einer erfolgreichen Wette die Auszahlung verzögert oder sogar verweigert wird. Die ersten Fälle wurden in Großbritannien bekannt aber auch in Deutschland werden gegenüber den Buchmachern Vorwürfe erhoben. Teilweise soll es sogar Fälle geben, bei denen Spieler von Buchmachern gesperrt und die Konten der Spieler geschlossen werden. Aber warum? Sind Buchmacher hier unfaire Verlierer? Und was ist dran an den Vorwürfen, die man in Online-Foren findet?

Überprüfen lassen sich die Vorwürfe nicht zu 100%. Aber es wird eine hohe Anzahl an Fällen sein, bei denen Spieler absichtlich versuchen, den Ruf der Spielmacher zu ruinieren. Zahlungsunfähigkeit oder verlorene Wetten könnten Gründe hierfür sein.

Gründe für die Schließung eines Wettkontos

Des Weiteren kann es vorkommen, dass Wettkonten bei langer Inaktivität von einem Jahr oder länger geschlossen werden. Der betreffende Spieler erhält in solchen Fällen allerdings im Vorfeld mehrere Benachrichtigungen und die Möglichkeit sein Konto wieder zu aktivieren. Verpasst er diese Möglichkeit, kann es durchaus zu einer Schließung des Kontos kommen. Die Buchmacher haben dies in den AGBs festgeschrieben. Damit will man verhindern, dass Gewinne lange auf einem Konto geparkt werden und man möchte natürlich den Verwaltungsaufwand durch die Schließung inaktiver Konten minimieren.

Ein weiterer Grund für die Schließung eines Wettkontos können mehrere Wettkonten in einem Haushalt sein. Die meisten Bookies erlauben in ihren AGBs nur ein Konto pro Haushalt. Wird aufgedeckt, dass es mehrere Konten gibt, kann es vorkommen, dass ein Konto geschlossen wird. Dabei sollten mögliche Gewinne allerdings umgebucht werden. Und auch hier kann man sicher sein, dass der Buchmacher im Vorfeld über diese Maßnahme informiert.

Verzögerte Auszahlung von Gewinnen

Einige Spieler beschweren sich in den bereits erwähnten Foren für Online-Wetten darüber, dass die Buchmacher zustehende Gewinne gar nicht oder erst stark verzögert auszahlen. Den Buchmachern wird teilweise vorgeworfen, so lange warten zu wollen, bis der Gewinn wieder verspielt wurde und damit endgültig auf dem Konto des Wettanbieters gelandet ist.

Es kann aber tatsächlich vorkommen, dass ein Gewinn zunächst nicht ausgezahlt wird. Dies hat dann allerdings nichts mit illegalen Machenschaften der Buchmacher zu tun. Vielmehr liegt der Grund hierfür oft darin, dass sich der Spieler bei Eröffnung seines Wettkontos und beim Absetzen seiner Wetten nicht ausreichend informiert hat. Die meisten Buchmacher geben bei Eröffnung eines Wettkontos einen nicht unerheblichen Bonus dazu. Oft werden erste Einzahlungen sogar verdoppelt. Es ist jedoch verständlich, dass ein Bookie als wirtschaftliches Unternehmen nichts zu verschenken hat. Daher sind diese Boni an gewisse Bedingungen geknüpft. Oft muss man beispielsweise den Bonus für eine gewisse Anzahl an Wetten einsetzen, bis man sich das daraus gewonnene Geld auszahlen lassen kann.

Es gibt aber noch weitere Vorwürfe gegen Buchmacher. So empfinden es einzige Spieler als unseriös, wenn man sich per Ausweis identifizieren soll. Diese Maßnahme soll den Bookie allerdings vor Geldwäsche schützen und ist nicht nur legitim sondern auch gut für die Wettbranche.

Onlinewetten im großen Stil sollen verhindert werden

Es gibt Spieler, die ihren Lebensunterhalt mit Online Wetten bestreiten. Nicht selten setzen diese Vollblutspieler Wetten im hohen fünfstelligen Bereich – und das an einem einzigen Wochenende. Bei Angeboten im Supermarkt spricht man häufig davon, dass die Ware nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben wird. Diese „haushaltsüblichen“ Einsätze dürften durch diese hohen Wetteinsätze deutlich überschritten sein. Auf der anderen Seite kann man hier den Unmut der Spieler verstehen, wenn ihre Konten mit Höchstbeträgen belegt werden. Die betroffenen Spieler, in der Branche werden sie als sogenannte High Roller bezeichnet, fordern daher eine Mindestuntergrenze, bis zu der eine Wette angenommen werden muss. Allerdings bewegen sich die Forderungen in Höhe von mehreren tausend Euro. Ein normaler Fußballfan würde sich schon über einen solchen Gewinn freuen.

So kann man einen seriösen Buchmacher erkennen

Natürlich gibt es auch unter den Online Buchmachern schwarze Schafe, die versuchen Spieler um ihr Geld zu betrügen. Wer sich im Vorfeld einer Wette aber ausreichend informiert, der kann dem leicht aus dem Weg gehen. Ein seriöser Buchmacher sollte auf seiner Homepage neben einem Impressum auch AGBs und Datenschutzbedingungen vorweisen können. Daher empfiehlt es sich bei der Eröffnung eines Wettkontos die AGBs zu lesen, um sich mit den Bedingungen des Bookies vertraut zu machen. Einen super Blick in die Welt der Buchmacher liefert übrigens das Portal https://www.comparadorapuestas.net.

Außerdem sind ein gut erreichbarer Kundenservice und europäische Prüfsiegel weitere Indizien für Seriosität. Die großen Buchmacher erfreuen sich einer großen medialen Präsenz. Sie können es sich also gar nicht leisten durch berechtigte schlechte Kritik in Verruf zu kommen. Außerdem kann man sich auf die erwähnten Prüfsiegel verlassen. Denn dieses erhält ein Buchmacher nur, wenn er die strengen Auflagen der Behörden erfüllt und Kontrollen standhält.

Wie in diesem Artikel aufgezeigt lassen sich die meisten Vorwürfe allerdings schnell entkräften. Die meisten Buchmacher arbeiten seriös und zahlen erspielte Gewinne innerhalb von 1-3 Tagen aus. Und eines ist klar: Wo Geld im Spiel ist, da sind Neid und Betrugsvorwürfe nicht weit.