Bundestagswahl: Wer wählte wen, was sind mögliche Koalitionen?

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 23. September 2013

Die Wahl ist vorbei, gestern marschierten wie üblich alle Bürger und Bürgerinnen in die nach Pausenbrot riechenden Wahllokale in der Umgebung. Vielleicht hat man den ein oder anderen Nachbar getroffen, hielt ein Pläuschchen und schmiss seinen Wahlzettel in eine graue Urne. Was dabei heraus kam ist sehr schwarz, gar nicht gelb, aber rot-rot-grün kariert. Noch stehen die absoluten Ergebnisse nicht fest, aber wir fragen uns, wer hat dieses Jahr wen gewählt?

Der Spiegel berichtet, die CDU habe in allen Wählergruppen gewonnen, mit einem aktuellen Ergebnis von 41,5 Prozent kommt die Union fast auf eine absolute Mehrheit im Bundestag. Am größten gewachsen sei die Stimmenzahl bei den 35- bis 44-Jährigen Wählern, wobei 50 Prozent der CDU/CSU Wähler Senioren waren. Bemerkenswert ist, dass vor allem Frauen die Kanzlerin favorisierten. Auch Arbeiter und Angestellte wählten vorwiegend die CDU, nicht wie man denken sollte, die SPD.

Ganz raus aus dem Parlament ist voraussichtlich die FDP, mit nur 4,8 Prozent schafft sie es nicht in den Bundestag. Die meisten der FDP Wähler gaben ihre Stimme in diesem Jahr an die CDU ab. Während viele unentschlossene laut Spiegel im letzten Moment die AfD – Alternative für Deutschland wählten, die mit 4,7 Prozent allerdings auch nicht in den Bundestag einziehen. Die Linke ist mit 8,6 Prozent knapp vor den Grünen mit 8,4 Prozent dritt stärkste Partei in Deutschland, das freut Gregor Gysi ungemein. Überhaupt scheinen sich die links-gerichteten Wähler nicht mehr sicher und ihre Stimmen verteilen sich auf SPD, Linke und Grüne, weswegen die SPD selbst an Mehrheit verliert.

Wie die Regierung letztendlich aussieht steht noch nicht fest. Zur Zeit hat die CDU keine absolute Mehrheit, braucht also einen Koalitionspartner, da die FDP aber nicht in Frage kommt müssen sie sich eine andere Partei suchen. Mögliche Kombinationen kann man sich in Diagrammen der Zeit anschauen. Eventuell schwarz-grün? Aber CDU und Grüne gemeinsam, wäre paradox. Wer weiß vielleicht klappt es doch noch für rot-rot-grün? Es bleibt noch spannend.

Klar ist, Frau Merkel scheint die Wähler aller sozialen Gruppierungen langfristig überzeugt zu haben.