#BringBackOurGirls

von Portrait von Susanna Salber Susanna Salber
Veröffentlicht am 9. Mai 2014

Die Angriffe der radikal islamischen Sekte Boko Haram werden immer brutaler. Unter ihrem Anführer Abubakar Shekau wurden am 14. April über 200 Mädchen aus Nigeria von ihnen entführt. Offen bleibt die Frage: Wie kann man aus einer Schule 200 Menschen klauen? Auf Welt.de erklärt der Anführer Abubakar Shekau in einem Video seine Weltsicht.

Seit einem Jahr „spezialisiert“ sich die Sekte, wie von Shekau angekündigt, auf die Entführung und Verschleppung junger Frauen und Mädchen. Meistens werden die Mädchen aus Schulen verschleppt. Mittlerweile haben viele Eltern Angst davor, ihre Töchter in Schulen zu schicken.

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Der Name Boko Haram bedeutet „westliche Bildung ist Sünde“. Sie zielen darauf ab, Frauen von Bildung fern zu halten und eine besondere Auslegung der Scharia einzuführen. Am 14 April verschleppten Mitglieder der Boko Haram 270 Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren aus der Stadt Chibok. Einigen gelang die Flucht.

Shekau kritisiert, dass die Mädchen gar nicht in die Schule hätten gehen sollen, sondern lieber heiraten sollten. Die systematische Etnführung von Frauen hält Shekau für legitim. Die Verschleppung der Mädchen hat hohe Wellen geschlagen.

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Bei Twitter wurden tausende Tweets mit dem Hashtag #BringBackOurGirls gepostet. Sogar Michele Obama veröffentlichte ein Bild von sich auf dem sie ein Papier mit dem Hashtag in der Hand hält. Verwandte suchen angeblich die Mädchen auf eigene Faust: Der Polizei und dem Staat wird nicht vertraut und die Suche nicht zugetraut. Die Entführer wechseln wahrscheinlich regelmäßig das Versteck. Frankreich, China, England und die USA haben Experten nach Nigeria geschickt.

Doch bis jetzt bleibt die Suche nach den Mädchen erfolglos. Gerüchten zufolge sollen sie als Sex und Haussklaven verkauft werden. Abubakar Shekau hat dies genau wie die Entführung von Frauen angekündigt. Nach örtlichen Medien wurden durch einen Angriff der Terrorsekte letzten Montag rund 300 Menschen getötet.