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Auf den Klang kommt es an: Musik vom Smartphone

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 28. Februar 2017

Im Gegensatz zu früher benötigt heute kaum mehr jemand reine mp3-Player oder gar tragbare CD-Spieler, denn die modernen Smartphones bieten genug Speicherplatz für lange Playlists und die Lieblingsalben in voller Länge. Für unterwegs ist das ideal, denn das Handy hat man ja eh immer dabei und kann dann mit ein und demselben Gerät telefonieren, chatten, surfen und eben auch Musik hören, solange das Akku reicht. Doch auch für das Zuhause eignen sich Smartphones als Abspielgerät – wenn geeignete Lautsprecher angeschlossen werden. Egal ob mobil oder stationär, eines ist immer gleich: Nur mit der richtigen Klangqualität wird Musik vom Handy zum Genuss.

Die Dateiqualität ist entscheidend

Viele Musiker und Tonstudios bemängeln, dass die neue Technologie der Wahrnehmung für Soundqualität abträglich ist. Es sei den jungen Menschen wichtiger, dass möglichst viele Lieder auf die Speicherkarte passen. Die Abspielqualität hingegen sei nicht entscheidend. Tatsächlich sollte man aber schon darauf achten, die Lieblingslieder nicht auf Teufel komm raus herunterzukomprimieren, bis nur noch eine verzerrte Version übrigbleibt. Es gilt also, das richtige Mittelmaß zu finden aus Dateigröße und Soundqualität. Im Normalfall reicht eine Komprimierung auf 128 kb/s aus. Das gilt vor allem, wenn die Musik eh nur durch Kopfhörer in der U-Bahn gehört wird. Wer mehr Wert auf Qualität legt, muss dann Abstriche bei der Anzahl der Lieder auf dem Smartphone machen. Ob es überhaupt lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Doch offenbar hören die meisten von uns gar keine Qualitätsunterschiede heraus, wie ein Test auf der US-Seite npr.org zeigte.

Nachbesserung durch Equalizer

Eine gute Möglichkeit, die Wiedergabequalität zu erhöhen, sind Equalizer, also Misch-Tools, die bei vielen Smartphones bereits standardmäßig installiert sind. Alternativ findt sich aber auch eine Reihe von Apps dazu. Wer sich mit Musik und der dazugehörigen Technik auskennt, für den sind diese Equalizer ein willkommenes Werkzeug, um etwa Basslastigkeit, Mitten und Höhen oder auch ganz profan die Lautstärke anzupassen. Leider sind diese Tools in der Anwendung manchmal etwas kompliziert und kaum jemand passt jedes einzelne Lied extra an.

Ausgabe über Lautsprecher: das ist zu beachten

Was nützt nun die beste Dateiqualität und die professionellste Soundanpassung per Equalizer, wenn das Ausgabegerät Schrott ist? Richtig, nichts. Wer gute Musik in guter Qualität über das Handy hören möchte, nutzt daher am besten einen hochwertigen Lautsprecher, der diese Qualität auch ausgeben kann. Der eingebaute Lautsprecher im Handy kann schon aus Gründen der reinen Größe nicht die Leistung erreichen, die ein externer Lautsprecher schafft. Zwar ist die Ausgabequalität auch dann noch limitiert, weil das Smartphone nicht alle Frequenzbereiche abdeckt, wie es beispielsweise eine Stereo-Anlage schafft, doch immerhin reicht es im Optimalfall für eine annehmbare CD-Qualität. Als besonders hochwertig und vor allem flexibel haben sich Bluetooth-Lautsprecher ausgezeichnet, denn dabei stören keine Kabel und die Datenübertragung läuft trotzdem flüssig und störungsfrei. Bluetooth-Lautsprecher gibt es für jeden Geldbeutel und in den verschiedensten Größen- und Leistungsklassen. Einen guten Überblick gibt die Testseite lautsprecherz.com, auf der man sich über aktuelle Produkte in ausführlichen Tests informieren kann.

Auswahl der Kopfhörer: von Stöpseln und High Tech

Für unterwegs eignen sich natürlich nur Kopfhörer, bei denen man allerdings auch einiges falsch machen kann. So gibt es gewisse höherwertige Kopfhörer, die aufgrund einer hohen Impendanz gar nicht für den Anschluss an Smartphones geeignet sind. Bei den kleinen und praktischen In-Ear-Kopfhörern, also den Stöpseln, die direkt ins Ohr gesteckt werden, darf man aufgrund der geringen Resonanzfläche keine Wunder bei den Tiefen erwarten. Große Kopfhörer, die über die Ohren gehen, ergeben häufig einen besseren Klang, sind aber sperriger und unterwegs oder bei sportlicher Betätigung oft unpraktischer. Auch bei Kopfhörern sind ein Vergleich und ein ausgiebiges Testen empfohlen. Sonderfunktionen wie Geräuschunterdrückung oder ein erhöhter Frequenzbereich sollten dabei eine größere Rolle spielen als Marke oder Optik.