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Alles neu macht der Mai: Haus- und Wohnungsumbau will gut geplant sein

von Portrait von Christine Pittermann Christine Pittermann
Veröffentlicht am 23. Mai 2017

Es gibt wohl kaum eine bessere Jahreszeit, den lange geplanten Umbau der eigenen vier Wände in Angriff zu nehmen, als den Frühling.

Die milden Temperaturen laden geradezu dazu ein, aktiv zu werden und das eigene Zuhause beispielsweise durch einen neuen Boden auf der Terrasse oder einen größeren Balkon zu verschönern. Ob nun große oder kleine Modernisierungsmaßnahme, im Vorfeld muss einiges geplant und organisiert werden. Andernfalls kann der Umbau schnell zum Problem werden.

Eigene Vorstellungen definieren und festhalten

Der wichtigste Teil der Vorbereitung dürfte vielen Bauherren nicht leichtfallen: nämlich genau festzulegen, was man will. Es passiert schnell, dass man eigentlich nur den Terrassenboden neu verlegen wollte, und plötzlich dabei ist, einen Teich anzulegen und ein paar neue Bäume zu pflanzen – um es mal ein wenig überspitzt darzustellen. Die eigenen Erwartungen an den Umbau sollten im Vorfeld ganz klar definiert werden, denn davon hängt nicht zuletzt eine erfolgreiche Finanzierung ab. Diese sollte man ebenfalls schon im Vorfeld planen. Für große Um- und Ausbauten besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, einen Modernisierungskredit zu beantragen. So muss man nicht die gesamte Summe auf einmal aufbringen, sondern man kann die finanzielle Belastung auf einen längeren Zeitraum verteilen.

Gründliche Bestandsaufnahme vereinfacht den Umbau

Wer seine vier Wände umbauen bzw. modernisieren will, sollte diese genau kennen. Eine genaue Überprüfung des Gebäudes ermöglicht eine viel bessere Planung der erforderlichen Maßnahmen und erleichtert die Auswahl der benötigten Handwerker. Eventuell vorhandene, versteckte Mängel können so eventuell schon im Vorfeld entdeckt und entsprechend mit in die Planung aufgenommen werden. Rostige Nagelköpfe an Fußleisten in den Kellerräumen können beispielsweise darauf hinweisen, dass es dort deutlich zu feucht ist. Es sind nicht selten die scheinbar kleinen Dinge (bzw. der Rattenschwanz, der an ihnen hängt), welche die Kosten für einen Umbau am Ende explodieren lassen können. Daher kann es sehr sinnvoll sein, die Bestandsaufnahme durch einen Fachmann durchführen zu lassen.

Am besten verlässt man sich hierbei auf Empfehlungen. Soll das Haus bzw. die Wohnung so umgebaut werden, dass es bzw. sie am Ende einem ganz bestimmten Stil entspricht, sollte der Architekt mit mit ebendiesem bereits Erfahrungen gemacht haben.

Immer schön mit der Ruhe

Manch einer wird da an die hohen Kosten denken – die bei einem Umbau in Eigenregie deutlich niedriger ausfallen würden. Hierbei sollte man allerdings bedenken, dass die durchgeführten Maßnahmen sich in vielen Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten bewähren müssen und ein Fachmann unter Umständen das nachhaltigste Ergebnis erzielt. Doch selbst wenn man einen Profi mit ins Boot holt, sollte man im Vorfeld darauf eingestellt sein, dass möglicherweise nicht alles nach Plan verläuft. Vor mehr oder weniger großen Überraschungen ist beim Bau niemand gewappnet, eine gesunde Portion Geduld sollte man also ebenfalls mitbringen. Am Ende entschädigt aber meist das tolle Ergebnis für alle Strapazen.