Dizzee Rascal "The Fifth" fünftes Album platzt vor Kollaborationen

von Portrait von Desiree Borsky Desiree Borsky
Veröffentlicht am 27. September 2013

Der vielseitige Rap Künstler Dizzee Rascal mit dem markanten britischen Akzent – ja dieses mal kein US-Rapper - veröffentlicht fünftes Album „The Fifth“. Aus dem Vereinten Königreich kommt ein frisches Album, das vor lauter featerings und berühmter Produzenten beinahe platzt. Zwei Videos hat Dizzee Rascal bereits veröffentlicht. Das doch sehr eintönig-poppige Stück „Goin Crazy“ mit Landsmann Robbie Williams, zeigt die beiden auf abstrusen Fahrgeschäften – durchgeknallt?

Auf die zahlreichen Mitwirker hätte Dizzee Rascal auch verzichten können. Er selbst findet das allerdings anders und beschreibt bildlich ausgeschmückt, dass er über das aktuelle Album so glücklich sei wie über kein anderes zuvor:

„If my last record was dipping my foot into the swimming pool of happiness, this one is fully going for a swim – backstroke, butterfly, in every way…..not just doggie-paddle.”

Die Gesangseinlagen verschiedenster Gäste von Kings of Houston Bun B, Trae the Truth, Angel, Will.i.am, Tinie Tempah über Calvin Harris, Jessie J bis  Robbie Williams machen das Album aber nur zu einem Misch-Masch, dass sich unscheinbar ins CD Regal zwischen US-Amerikanischen Größen stellt. Die Parts bei denen Dizzee Rascal selbst rappt oder singt, sind die, die herausstehen, das was ihn vom Rest unterscheidet. Fette Produzenten kann sich jeder – der genug Geld hat – heranschaffen.

Aber nach dem Grund fragen, bringt wohl nichts. Dizzee wird sich denken „I Don't Need a Reason“. Zu dem Größenwahn-Song, der gleichzeitig zweite Single des Albums ist, gibt es schon ein pompöses Video im barocken Stil. Als König und Frauenheld thront Dizzee Rascal am Hofe, gibt Feste und das Geld fließt ohne Pause in Dauerschleife. Perfekte Welt – wenn da nicht die irritierenden Zuckungen seiner Hofschar wären.

Trotz extremer Poliertheit durch diverser Erfolgs-Produzenten, die auch schon mit Rihanna, Chris Brown, Lady Gaga et cetera zusammen gearbeitet haben, bietet das musikalisch bunt gemischte „The Fifth“ gute Gelegenheit das Tanzbein zu schwingen und zu den teuer zusammengebastelten Beats herumzuhüpfen. Man wird zwar ständig an andere Künstler - zum Beispiel bei "I Don't Need a Reason" an M.I.A. und bei "We Don't Play Around" an Macklemore erinnert - aber das ist bei den vielen Beteiligten kein Wunder.

Superman, I Don't Need A Reason, Something Really Bad und Bassline Junkie stechen hervor. Vielleicht sollte man bei den Lyrics nicht ganz so genau hinhören...

VÖ 27.09.2013 bei Universal Music