Älteste Fotografie bald in Mannheim

von Portrait von Karoline Sielski Karoline Sielski
Veröffentlicht am 2. August 2012

Die Ausstellung Die Geburtsstunde der Fotografie. Meilensteine der Gernsheim-Collection zeigt nicht nur zwei Jahrhunderte Fotografiegeschichte, sondern auch einen besonderen Schatz - die älteste bekannte Fotografie der Welt. Nach 50 Jahren kommt das Werk Der Blick aus dem Fenster in Le Gras von 1826 zum ersten Mal wieder nach Europa und zwar zur besagten Ausstellung in die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. Man konnte sich laut eigenen Aussagen z.B. gegen den Louvre und das Getty Museum durchsetzen und hat die Ehre dieses besondere Werk  von September 2012 bis Januar 2013 zu präsentieren.

Dem Künstler Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833) war es gelungen, dieses erste Foto zu fixieren - auf einer Zinkplatte entstand so die erste fotografische Außenaufnahme, die den Blick aus seinem Arbeitszimmer in Le Gras wiedergibt. Die Schau ist insgesamt eine Hommage an einen Pionier der Fotografie - Helmut Gernsheim. Er lebte von 1913 bis 1995. Zu seinem 100. Geburtstag werden bedeutende, historische Fotografien in den Reiss-Engelhorn-Museen gezeigt. Helmut Gernsheim verbindet jedoch auch eine Geschichte mit der ältesten Fotografie der Welt. Nachdem sie 1898 nach einer Ausstellung verschwunden war, hatte er sie 1952 nämlich in einem eingelagerten Überseekoffer in London entdeckt - die lange Detektivsuche nach dem verschollenen Schatz hatte ein Ende gefunden. Somit konnte auch die Geburtsstunde der Fotografie neu gesetzt werden. Man nahm an, sie sei auf 1939 zu datieren, durch Gernsheims Fund konnte sie jedoch um dreizehn Jahre vorverlegt werden.

Ausstellung: 9. September 2012 - 6. Januar 2013

Öffnungszeiten: Di - So, 11 - 18 Uhr, Montags geschlossen

Anfahrt zu den Reiss-Engelhorn-Museen

Das ältestes Foto der Welt